Donnerstag, 12. Mai 2016

Teil 22 - Legendentraum. Der Phönix der goldenen Hexe!

Alles war schwarz geworden.
Warum eigentlich? Alles was Sina noch erblickte war das flackern und flimmern des Phönix. Das Gefühl Cora gerettet zu haben war unbeschreiblich für sie.
Dennoch... Sie war so müde. So unentlich müde. So eine Beschwörung kostet anscheinend sehr viel Energie, dachte sie sich, während weiterhin alles dunkel um sie wurde.
Alles war wieder still.
Verdammt das hatte ich doch schon einmal, dachte sich sich genervt. Und wieder drang sie ein, die Welt der Träume. Waren es überhaupt Träume? Oder waren es Visionen der Vergangenheit? Sie wollte sich sowas nicht weiter stellen. Sie wollte einfach mal etwas akzeptieren. Cora war gerettet. Das ist alles was zählt und zählen wird.
Und so begannen in der wie Nebel umherwandernden Dunkelheit die Bilder vor ihren Augen zu erscheinen.....

Sina konnte ein liebliches Tal erkennen. In der Mitte einer Schlucht stand eine hübsche junge Frau. Sie war sicherlich so mitte zwanzig, hatte dunkelblondes längeres Haar, welches sanft wie eine Feder im Wind wehte.
Ihre Kleidung war recht dunkel gehalten. Schwarzer Hexenmantel mit viel symbolischen Schmuck. Obwohl die hübsche Frau schwarz trug, überkam Sina kein Gefühl von Negativität oder etwas sehr sehr bösen. Im Gegenteil. Eine liebliche, bekannte Aura umhüllte die Frau.
Diese hatte ein freundliches Gesicht. Ihr Ausdruck könnte aussagen, dass sie absolut glücklich mit sich und der Welt ist. Sina war fasziniert von ihr.
Sie bemerkte aber auch, dass die Frau rundum von einer ganzen Armee von Skeletten und anderen Untoten umstellt war.
Was für ein bedrückendes Gefühl, doch die Frau schien weder Bedrängnis, noch Angst zu haben. Wer war diese Frau, fragte Sina sich ausgiebig.
Wie könne sie nur so ruhig bleiben, während hunderte von Untoten ihr gegenüber standen und sie vermutlich gleich töten würden?
Es war nichts zu hören. Die Untoten griffen an und schreiteten vorwärts. Die Frau zog ein warmes lächeln auf und streckte ihren rechten Arm gen Himmel.
Ein rotgelbes leuchten umfasste ihre Hand und kurz danach schoss ein sanfter goldener Strahl hoch bis in die Wolken.
Die Frau senkte ihren Arm wieder. Die Untoten hielten schlagartig an und blickten verstörend zum Himmel. Nichts rührte sich und alles war still. Was hatte sie getan? Schlagartig durchbrach ein glühendes Wesen die Wolkendecke und raste mit einer geradezu magischen Geschwindigkeit tief hinab ins Tal.

Sina konnte dann erkennen was da angeflogen kam. Es war ein Phönix. Nein, es war der gleiche Phönix, den auch sie beschwor.
Die Untoten schienen beängstigt, was ansich schon etwas darstellt was unmöglich sein sollte. Untote haben keine Angst, denn es gibt nichts mehr was sie zu befürchten hätten und doch war es so. Wieso war es nur so? Gab es etwas was all dem entsagt? Was sogar der Natur in sich selbst widerspräche?
Der Phönix schloss sein Flügel schützend um sich. Jedenfalls nahm Sina dies an. Dann öffnete der Phönix blitzschnell die Flügel und ganze Wellen aus Feuer schoss wie die Flut im Meer über udn durch das gesamte Tal.
Alle Untoten wurden mit einem Schlag verbrannt. Das Feuer umhüllte sogar die Bäume, die Pflanzen, das Gras.. und doch tat ihnen das Feuer keinen Schaden.
Der Phönix löste sich in einer Explosion aus rotem Glitzer auf, was Sina wirklich schön fand. Die Frau stand weiterhin im Tal und lächelte noch immer.
Sie streckte den Arm nach Vorne und ließ etwas von dem verschwindenen roten Glitzer auf ihren Handrücken rieseln.
Sina verstand nicht, wieso die Frau dies machte.
Die Frau richtete ihren Kopf zu Sina und blickte sie an. Sina war schlagartig erstaunt und meinte zu glauben, dass sie hier im Traum unsichtbar wäre.
Die Frau begann auf Sina zuzugehen. Ihr Haar wehte im Wind und warme Aura umhüllte Sinas Herz.
"Das Feuer verbrennt alles was im Weg ist. Doch so zerstörerisch es auch scheinen mag, so dient selbst die Zerstörung zur wahren Reinigung. Dort wo das zerstörte gereinigt wurde, kann neues Leben entstehen" sprach die Frau sanft. Sie hielt direkt vor Sina an und blickte ihr tief in die Augen.
Sie hob die Hand und streichelte Sina über die Wange.
Sie durchstreifte ein Gefühl des befreitseins, des entlosen Glückes und ungestüm griff sie nach der Frau und umarmte diese.
Der Wind küsste beide und ihre Haare wehten wie göttliche Schleier im Licht. Sie mussten viele besprechen und endlich war die Zeit reif dafür.
Die Frau streichelte Sina durchs Haar und Sina wusste wen sie vor sich hatte. Die Goldene Hexe. Ihre eigene Ahnin und endlich spürte sie ein längst verlorenes Gefühl... Das Gefühl bei seiner Familie zu sein...........

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