Dienstag, 26. April 2016

Teil 16 - Das Mädchen, das mit den Winden tanzt!

Sina rannte zu dem Mädchen, dass weinend am Boden kauerte.
Sie schaute wie stark das kleine Mädchen verletzt war und bemerkte, dass es aus der Nase blutete und ihr Gesucht eine gerötete Prellung aufwies.
Sina kniete neben dem Mädchen und war sinnbildlich überfordert mit dieser schrecklichen Situation.
Es war für sie unbegreiflich, wie ein Mann, ein kleines liebes Mädchen schlagen und auf die Straße werfen konnte und eiskalt einfach fort ging.
"Bist du okay?" fragte Sina überfordert mit trauriger Stimme. Doch das Mädchen antwortete nicht und weinte weiter leise vor sich hin.
Sina schaute sich um. Überall waren Einwohner, die vorbeigingen, sie einen flüchtigen Blickes würdigten, aber absolut gar nichts unternahmen. Da krümmte sich ein kleines weinendes Mädchen vor Schmerzen und niemand hilft, dachte sie sich ärgerlich.
"Wieso hilft uns denn keiner???" schrie Sina mit lauter weinerlicher Stimme. Niemand reagiere auf Sinas ernsthaften Hilferuf.
Sina kamen die Tränen. Sie konnte es nicht verstehen.
"Lass sie! Ist schon okay" sagte das kleine Mädchen, das sich mühsam die Tränen aus dem Gesicht wegmachte und sich langsam wieder fing.
Sina hielt sie freundlich im Arm.
Schließlich holte das Mädchen ein seidernes Tuch aus ihrer Manteltasche und wusch sich das Blut aus dem Gesicht.
Sina war deutlich froh, dass es dem kleinen Mädchen dem Umständen entsprechend gut ging und doch war sie auch etwas verwundert. Obwohl das Mädchen durchaus gut Zwei Jahre jünger war als sie selbst, schien auch sie recht reif für ihr Alter zu wirken. Sina bemerkte, dass das Mädchen einen Magiermantel und einen Hexenhut trug.
"Geht es dir wieder besser?" fragte Sina neugierig mit leichter Vorsicht. Das Mädchen legte ihr blutiges Tuch zur Seite und schaute Sina an.
"Ja, geht schon, Danke" erwiderte diese und lächelte sogar kurz.
Sina half dem Mädchen aufzustehen und zusammen setzten sie sich auf eine steinernde Bank ganz in der Nähe.

"Danke für deine Hilfe. Ich bin übrigens Cora. Nett dich kennenzulernen" sagte das Mädchen mit freundlicher Stimme zu Sina.
Sina fühlte sich sofort sehr verbunden zu dem Mädchen. Als würde eine unsichtbare Linie sie miteinander verbinden. Sina lächelte sie an.
"Hallo Cora, ich bin Sina. Was ist denn da vorgefallen, dass du so behandelt wirst?" sprach Sina neugierig.
Coras Miene wurde trauriger.
"Ach weißt du. Eigentlich habe ich in der Akademie versucht meine Windmagie kontrollieren zu lernen, aber ich schaffe es einfach nicht. Meist ist  meine Magie so stark, dass sie immer wieder Chaos in der Akademie anrichtet.... und jetzt hat man mich rausgeschmissen" sagte Cora, die traurig auf ihre Füße blickte.
"Wow... Windmagie!!!" schrie Sina auf, die sichtbar überrascht war. Cora erschrak und blockte Sina mit großen Augen an.
Damit hatte sie nicht gerechnet.
"Also bist du auch eine Hexe, so wie ich?" fragte Sina freudig. Cora schloss die Augen und begann zu schmunzeln.
"Nein. Ich bin keine Hexe. Ich bin nur eine Elementmagerin. Anders als Hexen, können Elementmagier nur das Element nutzen, womit sie geboren wurden. Jedenfalls stand das so in einem Buch in der Akademie" sagte Cora mit leiser Stimme.
Sie unterhielten sich stundenlang über alles mögliche und so langsam brach die Nacht hinein.
"Komm mit mir und meinen Freunden, Cora. Wenn dich die in der Akademie nicht wollen, dann schließlich dich uns an. Ich muss auch noch lernen mit meiner Magie umzugehen. Außerdem sind Rocky und Ari wirklich nett und sind immer für mich da. Du wirst sie mögen, glaub mir" sagte Sina, mit Blick in den Himmel, wo sich langsam Sterne zeigten.
Cora überlegte etwas. Sie blickte zu Sina und als diese begann zu lächeln, war ihr klar, dass es die richtige Entscheidung sein könnte.
"Ach warum nicht. Vielleicht wird das ja spassig" sagte sie kindisch.
"Toll... jemand weiteres, der uns begleitet. Die Nacht bricht an und ich habe mich mit meinen Freunden am Stadteingang verabredet. Lass uns losgehen" sagte Sina fröhlich und hüpfte einige Meter im Kreis und zeigte schließlich richtung Stadteingang.
Cora lächelte, hielt sich die Hand vors Herz, das eine wahnsinnige Wärme erspürte und so gingen beide los.
Sie hielten sich wie echte Freundinnen an den Händen, lächelten beide und dankten den Göttern, dass diese sie zusammengeführt hatten.....

Samstag, 23. April 2016

Teil 15 - Kulturelle Erkundungstour!

Der Anblick war überwältigend.
Sie standen zu dritt vor dem Haupttor von Maaki und ihre Herzen schlugen vor Neugier wild umher.
Neben den herrlichen Vogelgezwitscher, dass sie umgab, war die Stadt von den typischen Menschenmassen-Geräuschen eingehüllt. Sie sagten kein Wort und betraten durch das große Tor die Stadt und fanden sich fassungslos wieder.
Die Stadt war riesig. Betörend schön mit edlen Steinplatten gepflastert und die Häuser waren in einem passenden rustikalten Stil gehalten, wirkten jedoch nicht veraltet. Überall liefen wildfremde Personen, darunter sogar großgewachsene Elben, Echsen und Vogelmenschen und sogar Rassen, die kaum bekannt waren.
"Wow!!" sagte Sina mit offenen Mund, der ihrem Erstaunen verfallen war. Rocky bekam erst gar kein Wort raus.
Er war schon an einigen Orten, aber von den Städten der Menschen hielt er sich immer fern, aber dennoch bereute er diese damalige Entscheidung sehr. Alles war einfach nur gewaltig und bot hunderte von Angeboten und interessanten Aspekten für sie alle.
Sina bemerkte, dass Ari gar nicht mehr neben ihr war und suchte schlagartig nach ihr. Erstaunt fand sie mit ihrem scharfen Blick ihre kleine Freundin, die faszinierend von einem kleinen Marktstand zu anderen flog um zu sehen, was genau es dort gab.

Rocky fiel ein Straßenschild auf, der offenkundig ins Kobold und Zwergenviertel führen würde, was sein Interesse geradezu zwanghaft erschlich und ihn fast nötigte, sofort loszuziehen um seines gleichen zu entdecken.
Ari kam zurück von ihrer kurzen Erkundungstour und kreiste wie ein Heißsporn um Sina. Sina selbst war eher zurückhaltend.
Es war nicht das erste Mal, dass sie in einer Stadt war und so war sie vermutlich weitaus weniger gebannt von dieser Stadt als ihre beiden Freunde.
Sie blickte zu Rocky und konnte ihm deutlich ansehen, dass er am Liebsten sofort losstürmen würde und so zog sie ein zufriedenes Gesicht.
"Alsooooo! Wie gehts jetzt weiter?" fragte sie verspielt und klatschte fröhlich in die Hände.
"Ich will ins Kobold und Zwergenviertel. Sehen ob ich da Gleichgesinnte treffe" erwiderte Rocky hastig und mit beiden Füßen am Stampfen.
"Ich möchte eher in die königlichen Gärten. Ich hörte zwei Frauen an dem einen Marktstand darüber sprechen" sagte Ari, die immer noch wild um Sina rumflog und geradezu hyperaktiv schien.
"Mh. Tja und ich wollte dort hinten ins Theaterviertel. Die Bäuerin sagte doch was von wegen Theater und Akademie. Also... am Besten teilen wir uns auf und treffen uns wenn es Abend geworden ist wieder genau hier. Dann suchen wir gemeimsam eine Gasthaus auf"
sprach Sina und nickte zufrieden mit diesem Plan.
"Alles klar" erwiderten Rocky und Ari gleichzeitig und zogen rasend schnell von statten, bis sie schließlich verschwunden waren.
Sina begann zu lächeln. "Ha, Rocky. Wer ist jetzt voreilig?" flüsterte sie kichernd vor sich hin auf dem Weg ins Theaterviertel.

Sina ließ sich Zeit beim gehen. Neugierig schaute sie von Links nach Rechts und wieder zurück, um auch ja alles genau zu begutachten.
Sie hielt an, als ihr ein Pärchen auffiel. Der junge Mann spielte auf einer Violine eine wunderschöne Melodie für die ebenfalls recht junge Frau, die verliebt zuhörte. Sina gefiel dies sehr und so ging sie mit einem breiten lächeln weiter die Straße entlang, als sie wenig später endlich zum berühmten Theater kam.
Sie wollte gerne hinein gehen, aber nicht zu übersehen, war an der Pforte zum Theater ein großes Schild mit - Aktuell geschlossen - was Sina doch etwas traurig machte.
Sie hatte sich schon so dolle gefragt, was für Kabarettisten und Schauspieler dort für Zuschauer erschufen.
Tja, da kann man nichts tun, dachte sie sich und schaute sich um. Ein verwittertes von Efeu umranktes Schild erfasste ihre Blickrichtung. - Zur Arkademie - stand drauf und sofort ging Sina los um wenigstens dort was interessantes zu lernen.
Kurze Zeit später stand sie vor der großen in grünen Marmor gehaltenen Akademie. Bevor sie jedoch eintreten konnte vernahm sich seltsame Stimmen innerhalb der Akademiemauern.
Zwei Personen schritten aus der Akademie hinaus. Ein Mann und ein kleines Mädchen. Gut 2 Jahre jünger als Sina.
Das Mädchen weinte und der Mann zog das Mädchen gewaltsam am Arm aus der Akademie. Fast vor Sina blieb der Mann stehen und schmiss das Mädchen auf die Straße, die sich schrecklich wehtat beim fallen und dies auch laut beschrie.
Der Mann blickte das weinende Mädchen zornig an.
Schließlich stand das Mädchen wieder auf und sprach: "Bitte lass mich wieder rein. Es wird nicht mehr passieren".
Der Mann holte aus und schlug das Mädchen mit ganzer Kraft ins Gesicht und sprach wütend: "Du bist wirklich zu nichts zu gebrauchen du nutzlose Göre du. Verhungere doch in der Gosse! Da tust du wenigstens den Ratten was gutes".
Das Mädchen kauerte schmerzerfüllt am Boden und weinte schrecklich. Der Mann drehte sich um und ging zurück in die Akademie und verschloss die Tore.
Sina war wie gelähmt.
Sie verstand nicht, was los war und wie man nur so grausam sein könnte. Sofort fing sie sich und rannte zu dem Mädchen um ihr zu helfen.......................

Freitag, 22. April 2016

Teil 14 - Der Weg zur Stadt Maaki!

Sie hatten sich genügend ausgeruht.
Der Kampf gegen das Elementar war vorbei und die Menschen der Kräuterfarm begutachteten die Schäden.
Dankend für ihre Hilfe übergab die gut gebaute Frau den drei Helden ein paar köstliche Lebensmittel für Unterwegs. Ihr erstes festes Ziel überhaupt war nun die naheliegende Stadt Maaki.

Rocky nutzte mal wieder sein magisches Talent Dinge in seine winzige Tasche zu verstauen, während Sina auf einer Latrine ihre Notdurft verrichtete. Einzig Ari war nicht mit ihm Haus.
Sie war draußen, wo das Elementar in seine Einzelteile zerfiel. Was genau sie dort machte, konnte Rocky durch die offene Tür des Hauses nicht wirklich erkennen, dachte sich aber auch nichts weiter dabei. Ari war eien überlegte Orb-Elfe, die schon wusste, was sie tat oder sagte und so räumte er weiter in aller Seelenruhe die Lebenmittel ein.
Schließlich kam auch schon Sina wieder zurück in die Küche und setzte wieder ihren schwarzen Hexenhut auf.
"Wo ist den Ari?" fragte sie Rocky, nachdem sie den Raum kurz begutachtet hatte. "Ach, die wollte sich draußen irgendwas ansehen" sagte er leise ohne Sina eines Blickes zu würdigen.
Sina begann zu schmunzeln und aus der offenen Haustür zu blicken, wo sie Ari auch entdeckte, die immer mal wieder hin und her flog. "Ich geh mal zu ihr" sagte Sina hastig und ging nach draußen.
Rocky hatte alles fertig eingepackt und atmete einmal stark durch. "So viele Kämpfe in so kurzer Zeit" flüsterte er vor sich hin, während er an vergangene Schlachten dachte.
Er sprang vom Küchentisch und ging in Richtung offener Haustür. Kurz vor dieser machte er halt und blickte nach draußen.
Er sah Sina und Ari die sich wohl augenscheinlich unterhielten. Um sie herum waren die Leute beschäftigt, die ganzen zerstörten Gegenstände wegzuräumen um baldig wieder ihre Kräuterfelder bewirtschaften zukönnen.
Rocky trat nach draußen und hielt gut 2 Meter vor dem Haus an um auf seine Freunde zu warten, die ihn zugleich bemerkten und auf ihn zukamen.
Ohne weitere Worte schritten sie den Weg zur Stadt entlang.

Sie gingen schließlich eine ganze Weile, als Sina anmerkte: "Hätten wir uns noch verabschieden sollen?". Rocky blickte beim marschieren zu ihr hoch und erwiderte nur launisch: "Ach, die haben doch jetzt ganz andere Sorgen. Die ihr Hof wurde fast komplett zerstört. Ebenso viele ihrer wichtigen Felder. Die müssen jetzt alles aufräumen und neu machen".
Sina zog ein leicht trauriges Gesicht. "Besser wenn wir den armen Bauern nicht noch mehr ihrer kostbaren Zeit rauben" meinte recht sorglos Ari zu Sina.
Sina schmunzelte vor sich hin.
"Vielleicht sehen wir sie ja irgendwann mal wieder" sprach Sina hoffnungsvoll, während sie begang wiedereinmal hüpfend vorranzuschreiten um das kindliche in ihr zu befriedigen.
Dann hielt sie schlagartig an.
"Dahinten! Guckt mal" schrie sie auf und zeigte mit ihrem rechten Zeigefinger in die Ferne. Sie konnten die Stadt Maaki in der Ferne sehen, die ziemlich imposant erschien mit seinem kunstvollen Bauwerken.
Sina begann einfach ungestüm loszurennen. Ari folgte ihr zugleich.
Rocky schüttelte mit dem Kopf, bemerkte dann, dass er wiedermal zurückgelassen wurde und rannte ebenfalls los.
"Jedesmal das gleiche mit dir. Ich bin zu alt dafür. Ganz ehrlich" pustete er beim rennen vor sich hin mit der seligen Hoffnung, dass Sina die Worte vernahm.
Die Sonne strahlte in einer herzlichen Wärme auf sie nieder und so rannten sie der Stadt entgegen..................

Donnerstag, 21. April 2016

Teil 13 - Kampf gegen das Grasfelsen-Elementar!

Der laute Lärm, der von draußen kam zog sie wie ein Magnet durch die Tür nach außen. Sina war es, die voreinlig als Erste durch die Tür nach draußen schritt und beinahe auf Rocky trat als sie vor Schreck einen Schritt zurück wagte.
Rocky der gerade noch rechtzeitig Sinas Fuss ausweichen konnte erblickte nun ebenfalls die grausame Ursache des Lärmes.
Ein gewaltiges Grasfelsen-Elementar war auf den Felder zornig erwacht und wütete mit aller Kraft umher.
Mit seinem großen Felsenartigen Arm schlug es wütend auf den Boden, der diese ordentlich zum beben brachte und dabei schrecklich laut brüllte.
"Das ist ja riesig" sagte Sina, die von der imposanten Größe des Elementares geschockt war. Sowas hatte sie noch nie gesehen und sich auch noch nie vorgestellt. Rocky hielt mit der linken Hand an Sinas Fuß fest und blickte analysierend das Elementar an. Es war nicht das erste Mal, dass er ein Grasfelsen-Elementar sah und er wusste auch noch ganz genau, wieso solche Elementare aus der Erde erwachen.
"Sie haben also immer nur genommen und genommen, aber nie was dankend zurückgegeben?" flüsterte er leise, während er Sina Fuß losließ. Sina blickte hinunter und konnte durchaus vernehmen, was Rocky eben geflüstert hatte.
Sie erinnerte sich daran, was ihr Großvater darüber sagte, was passiert, wenn man die Natur nur gierig ausnehmen tue.
Ari war wie Rocky still schweigend am beobachten und am richtigen einschätzen der Lage. Sina rannte ein paar Schritt vorraus, dreht sich um und meinte hoffnungsvoll: "Wir müssen was tun, sonst zerstört es alles hier".
"Ich kann nichts dagegen tun, Sina. Meine Erdmagie wirkt nicht auf Wesen des Erd-Elementes" erwiderte Rocky entnervt und mit zorniger Miene im Gesicht. Sina blickte ihn hilflos an, so als würde sie im gleich eine Standpauke halten wollen, dass man dennoch was unternehmen könnte, egal was.
Rocky knurrt und zog seine Mütze tief ins Gesicht. Er fühlte sich ziemlich nutzlos und er hatte auch keine Ahnung wie er überhaupt helfen könnte. Ari flog neben Sina und sprach mit ruhiger Stimme: "Komm Sina. Versuchen wir es zusammen".
Sina wandte sich zu Ari und nickte zufriedenstellend. Schließlich wandten sich Sina und Ari dem Elementar zu, das immer noch wütend die Lagerhäuser und Felder mit seinem Felsenarm zerstörte.

Sie rannten zum Elementar, welches sie zugleich wahrnahm und sich ihnen widmete. "Es ist so groß. Wie sollen wir es bloß verscheuchen?" fragte Sina mit hastiger ernster Stimme. "Ich werde es mit meiner Lichtmagie blenden und du schießt wieder deine Herzen ab. Vielleicht reicht das ja schon" erwiderte Ari hastig.
Das Elementar brüllte lautstark und wartete geradezu provokant darauf, dass die beiden etwas unternahmen.
Sina war es, die wiedermals ihre Finger zum Herzen vor sich krümmte und sich bereits geistig konzentrierte. Ari flog etwas von Sina weg, was das Elementar wohl leicht verwirrte, denn es schaute abwechselnd Sina und Ari an, hörte aber auf zu wüten und zu brüllen.
Als das Elementar sich schließlich wieder Sina zuwandte schoss Ari einen grellen Lichtstrahl ab, der das Elementar direkt ins Gesicht traf und blendete.
Dieses schrie auf und begann richtig stark zu wüten, schlug blind um sich und began willkürlich umher zu stampfen!
Sina warte auf eine passende Gelgenheit anzugreifen, was ihr erschwert wurde, durch das ständige rumzappeln des Elementares.
"Heeeeeeeeeeeeeeeeey!!!!!" schrie eine Stimme, die Sina fassungslos ablenkte. Sie schaute nach hinten und entdeckte Rocky der wütend sich gefangen hatte und unglaublich aber war einen riesigen Felsen, der so groß wie das Haus der Frau war, über sich trug.
"Ich werde nicht einfach nur rumsitzen und Däumchen drehen, du Steinklumpen!" böllkte er mit all seiner Kraft und warf den gewaltigen Felsen direkt gegen das Elementar.
Beim Aufprall gab es ein gewaltiges scheppern und das Elementar wurde schlagartig aus der Bahn geworden und fiel zu Boden und war geradezu wie gelähmt von dem Einschlag.
"Los Sinaaaaaaaaaaaaaa - JETZT..." schrie Rocky zu Sina und sank schweißgebadet auf die Knie.
"Feuermagie: Flammende Herzchen" sprach Sina und wiedermals glühten ihre Finger in Form eines Herzens rot wie Feuer und kleine entflammte Herzchen schossen in gewaltiger Zahl gegen das Elementar.
Die Herzchen traffen es schließlich und ein knallen, zischen und schmettern war bei jedem einzelnen Herzchen beim zusammentreffen zu vernehmen.
Das Elementar schrie wild auf, als würde es von tausenden von Nadeln gestochen werden. Seltsamerweise begann das Elementar nicht an zu brennen, wie neulich der Eiszwerg, was selbst Sina etwas verwunderte.
Auf einmal wurde alles ganz still und das Elementar begann kurzzeitig zu glühen, bis es schließlich in hunderte von Steinfragmenten zerfiel, die sich auf den ganzen Feldern verteilte.
Sina stand fragend einfahc in der Gegend rum. Sie wusste nicht genau, was dies nun zu bedeuten hatte. War es besiegt oder nur kurzzeitig außer Gefecht?!
Ari kam zu Sina rübergeflogen und hielt kurz vor ihr sanft an.
"Du scheinst stärker zu werden" sprach Ari zu Sina, die sich dann zu ihr zuwandte.
"Meinst du, Ari?" erwiderte Sina mit leichter Erötung im Gesicht.
"Ja. Beim letzten Mal, als du diesen Zauber genutz thast, warst du danach sofort fix und fertig. Aber schau selbst. Du bist diesesmal gar nicht außer Puste". sagte Ari mit freundlicher Stimme.
Sina blickte auf ihre Hände und bemerkte auch, dass sie nicht wirklich erschöpft war, obwohl sie mit gleicher Stärke ihre Magie wie beim letzten Mal einsetzte. Sie ballte ihre Fäuste, schloß ihre Augen und begann zu grinsen.
Sie war richtig Stolz auf sich und wie sie stärker wurde in so kurzer Zeit.
Rocky war mitlerweile bei Sina angekommen und grinste ebenfalls betörend mit. Die Felder und einige der Lagerhäuser wurden zwar zerstört, aber immerhin konnten sie schlimmeres verhindern.
Sina blick fiel auf die Frau, die dankend zu ihnen hinüberblickte.........

Mittwoch, 20. April 2016

Teil 12 - Die Kräuterfelder von Maaki!

Noch immer leicht erschöpft vom letzten Kampf schreiteten sie mutig die üppigen Felder auf dem erschwinglichen Feldweg vorran. Die Kälte, die der Eiszwergkönig brachte, war bereits entschwunden und neben Sonnenschein, der wie eine liebevolle Umarmung zu fühlen war, streichelte eine sanfte warme Brise die Wangen unserer Helden.
Ari, die auch so immer recht schweigsam war, schwieg und flog gleichartig neben Sina her. Rocky war noch recht erschöpft und beim gehen starrte er permanent auf seine Stiefel, während er recht schwerfällig atmete.
Auch Sina, die ansonsten die Erste war, die überglücklich vorran schreitete und verspielt die Wege unsicher machte, ging recht langsam und schweigend neben ihren Freunden.
Einige ruhige Stunden vergingen und in der Ferne war ein kleines Häuschen samt einiger Lagerstätten zu sehen. Sina war die Erste, die mit scharfen Blick die Gebäude in der Frne sichtete und wie vollkommen wiederhergestellt lauthals los rief: "Da wohnen welche!". Rocky richtete seinen Blick auf und hielt sich die Hand schützend über die Augen, damit die Sonne ihn beim weiten sehen nicht blendete.
"Stimmt. Wer mag da wohnen?" fragte er leise in die Gruppe. Ari schwieg immer noch - vielleicht mit Absicht. Sie war halt sehr ruhig und bedächtig. Vielleicht wollte sie auch nichts falsches sagen. Immerhin war sie noch nie außerhalb ihrer Heimat und für sie war vieles neu und unbekannt.
"Puh! Hoffentlich können wir da ne Pause machen" meckerte Sina schwerfällig, während sie fast über einen Stein stolperte. Nach einer Zeit konnten sie sogar Menschen sehen.
Menschen die irgednwas pflanzliches in ihre Gebäude schafften. Einige waren auch auf den Feldern um ihr Haus herum und arbeiteten etwas, was aber noch nicht zu erkennen war.
Nach kurzer Zeit erreichten sie das Haus, wo direkt davor eine hübsche kräftiggebaute Frau den Eingang ausfegte.
Die Frau bemerkte schließlich die drei Besucher und begann mit dem ausfegen aufzuhören und recht geduldig auf die entgültige Ankunft zu warten.
Sina hatte ein positives Gefühl an diesen Ort, wenn sie auch noch nicht wusste, was hier eigentlich gemacht wird. Sie versuchte ihre Neugier in Grenzen zu halten.
"Oh. Wanderer... Seit herzlich Willkommen auf unseren Kräuterwerkhof" sprach die Frau mit einladender herzlicher Stimme und einem liebevollen lächeln.
"Hallo! Können meine Freunde und ich bei Ihnen eine Pause einlegen?" fragte Sina erschöpft und durstig.
"Natürlich, meine kleine! Kommt nur herein und setzt euch" erwiderte die Frau und lud sie herzlich herein.
Sina und ihre Freunde gingen in das Haus, was wunderschön eingerichtet war. Der erste Raum war eine schön dekorierte Küche mit Porzellangeschirr auf Regeln an den Wänden. Schöne gut duftenden Blumen zierten die Räume in noch schöneren Vasen. Sie nahmen am runden Küchentisch platz und waren deutlich froh, endlich eine vernünftige Sitzgelegenheit zu haben. Sofort brachte die Frau mehrere Glaskaraffen mit Säften sowie passende Trinkgläser.
"Ihr müsst sicherlich durstig sein. Hier trinkt doch in Ruhe unsere selbst hergestellten Frucht und Kräutersäfte. Die sind wirklich lecker" sagte die Frau freundlich, stellte die Dinge auf den Tisch, verteilte diese an Sina und die anderen beiden und nahm selbst am Tisch platz.
Sina war die Erste die sich ein großes Glas mit einem ihr unbekannten violetten Saft eingoß und mit einem Schlag austrank. Ganz dicht gefolgt von Rocky der allerdings wählerisch sich nicht entscheiden konnte, welchen Saft er denn nun trinken wolle.
Die Frau grinste gedankenversunken. Andere trinken zu sehen schein sie glücklich zu machen.
"Sag gute Frau, was tut ihr hier für Arbeit auf den Feldern? Normale Ernte?" fragte überrachend Ari, die endlich ihr schweigen brach. Die Frau wandte sich Ari zu, die erstaunt war, dass die Frau nichts sagte, dass eine Elfe vor ihr war.
"Nun - dies ist schon ein Bauernhof im klassischen Sinne mit Ackerbau. Aber wir bauen auch auf unseren großen Feldern viele Kräuter an, um sie in der nahen Stadt Maaki zu verkaufen. Unsere Kräuter werden dort und generell in der gesamten Gegend sehr geschätzt. Von Alchemisten, Ärzten, Hexen und auch von anderen Händlern und Personen" sagte die Frau nickend.
"Maaki?" fragte Sina neugierig.
"Ihr kennt Maaki nicht, wo ihr doch auf dem Feldweg dorthin wart?" fragte die Frau erstaunt. Sina guckte sie fragend und unwissend an.
"Tja nun... Maaki ist eine recht große Stadt nicht weit von hier entfernt. Die Stadt ist vor allem wegen seinen Alchemisten und seinem üppigen Handel mit allerweltsdingen bekannt. Auch recht berühmt ist die kleine Akademie. Dort lernen verschiedene Völker Magie und deren Geheimnisse.
Dort gibt es sogar ein magisches Theater. Ihr solltet dort unbedingt mal vorbei schauen" sprach die Frau gedankenversunken und am schwärmen.
"Klingt gut" rief Sina in die Runde und wurde dann plötzlich von Rocky unterbrochen der lauthals schlürfend ein großes Saftglas austrank.
Sina machte große Augen und die Frau begann herzhaft zu lachen. Rocky stöhnte auf, rieb sich den Bauch und sagte laut: "Das war gut".
Ihre harmonische Unterhaltung wurde kräftig unterbrochen durch einen lauten Knall draußen.
Man konnte die arbeitenden Menschen draußen schreien hören und so sprangen sie auf nach dem rechten zu sehen.................

Teil 11 - Das eiskalte Erbe! (Die Rache der Eiszwerge-Special)

Ein winziger Schweißtropfen lief Sinas Wange hinunter. In ihren Augen spiegelten sich die auf sie zurasenden Eiszapfen. Ausweichen war für sie unmöglich und wieder verging alles in Zeitlupe.
Dennoch konnte sie keinen wirklich klaren Gedanken fassen. Das war´s, dachte sie und schloß die Augen um ihr trauriges Schicksal zu akzeptieren.
Doch als die Eiszapfen Sina erreichten baute sich direkt vor ihr eine magische Barriere auf. Eis Eiszapfen stießen gegen und zerbachen in hunderte von Eisstücken.
Sina riss die Augen auf, denn damit hätte sie nicht gerechnet. Ihr Blick fiel auf Ari, die leuchtend auf ihrer Schulter saß und womöglich diese magische Barriere erzeugt hatte. Nachdem Rocky begutachtet hatte, das Sina nichts passiert war, richtete er seinen wirklich bösen Blick auf die Zwergengestalt, die augenscheinlich erbost darüber war, dass sein Zauber fehlschlug.
"Erkläre dich, Monster!!!!" schrie Rocky mit aggressiver Stimme. Sina fiel das atmen schwer, weshalb sie sich an den Hals griff. Die Gestalt zog eine noch finstere Miene zu den dreien.
"Ich bin Harmal Gletschbart. König der Eiszwerge und des Eiszwergkönigreiches Arktirion. Und nun werde ich dieses Mädchen dort töten!! Sie ist Nachfahrin der Goldhexe, die mein Volk, meine Vorfahren verbannte aus dieser Welt" sprach die Gestalt mit wütender hasserfüllter Stimme.
Sina hielt sich vor Angst die Hände vor den Mund und ihr zartes Herz schlug wie der eiskalte Sturm der in diesem Moment die gefrorenen Wiesen unsicher machte.
"Ich werde nicht zulassen, dass du Schwein Hand anlegst an ihr. Sie kann nichts dafür, dass deine bösen Vorfahren für ihre Greultaten verbannt wurden. Wenn du einen Sündenbock für vergangene Fehler suchst, dann such sie wo anders" böllkte Rocky zum Eiszwerg, der begann mit dem einem Auge zu zucken.
"Sündenbock? Wie kannst du es wagen, so mit mir zu sprechen, dummer hässlicher kleiner Kobold?" krakeelte der Eiszwerg aggressiv zurück.
"HÄSSLICH?????" fragte Rocky mit aggressiver Stimme. Der Eiszwerg begann laut zu lachen. Er lachte geradezu Rocky aus. Kleine Blutäderchen vergrößerten sich in Rockys Augen, der fast innerlich seinem Unmut freien Lauf ließ.
Der Eiszwerg lachte noch lauter und schlagartig schrie Rocky auf und schlug mit falcher Hand auf den gefrorenen Boden und kurzzeitig bebte der Boden unter ihren Füßen.
"Erdmagie: Bodenschlag" schrie Rocky auf und kurzzeitig leuchtete ein magisches Siegel bei der Stelle wo Rocky seine Hand hinschlug. Der Eiszwerg lachte immer noch und schien es nicht mal vernehmen zu wollen und so brach vor ihm der Boden auf und blitzschnell flog von unten ein Fels in die Höhe und traff mit voller Wucht den Eiszwerg gegen das Kinn. Der Fels zerbach durch den Aufprall in viele Stücke und der Eiszwerg schrie vor Schmerz auf, während Blut seinen Mund verließ. Er hielt sich sofort den beiden Händen den Mund und kurzzeitig war absolute Stille.
Sina erschrak von dem Geräusch, dass der Fels beim Treffen machte, kam damit aber zugleich zur Besinnung. Rocky richtete sich auf und zog ein grinsen im Gesicht. Er war amüsiert, dass der Eiszwerg so schmerzerfüllt sich den Mund hielt udn sein lachen erloschen war.
"Beeindruckende Magie" flüsterte Sina, die wiedereinmal beeindruckt war, wie stark Rocky in Wahrheit sei.
"Wie kannst du es wagen??" fauchte der Eiszwerg, spuckte eine große Menge Blut aus und richtete sich nun gänzlich gen Rocky.
"Du.. du.. Gnom. Ich werde dich zertreten!" bölkte der Eiszwerg und begann auf Rocky zuzurennen, mit dem eisigen Hammer in der Hand.
Ohne Angst stand Rocky da - Geradezu voller Erwartung, dass der Eiszwerg zu ihn kommen möge. Sina hob einen Stein auf, den sie erblickte und warf diesen mit aller Kraft in Richtung des Eiszwerges.
Der Eiszwerg war vor Rocky angekommen und wollte gerade kräftig mit dem Hammer ausholen, als Sinas Stein ihn schlimm ins Gesicht traf.
Rocky der überrascht von seiner Aktion Magie einzusetzen wurde, schaute rüber zu Sina. "Lass Rocky zufrieden, du Eiskopf!" schrie Sina zum Eiszwerg, der vor Schreck seinen Hammer aus der Hand fielen ließ und nun auch aus der Nase blutete. Ari hob von Sinas Schulter ab und sprach mit ernster weiser Stimme: "Niemand von uns ist hier alleine. Ziegen wir ihm, dass wir unsere Reise fortführen wollen... das wir zusammenhalten.. das wir Freunde sind... das NICHTS uns AUFHALTEN wird". Sina und Rocky begannen zu lächeln. Der Eiszwerg knurrte und hob seinen Hammer wieder auf.
Sina und Ari hatten neben Rocky ihren Platz bezogen. Dieser schaute schräg hoch zu Sina, die ernst mitkämpfen wollte. Währedn einzelne Schneeflocken an ihm umher gleiteten fragte er sich, was Sina neben ihrer unkontrollierten Goldmagie beherrschte.
"Bist du sicher, dass du kämpfen willst, Sina?" fragte er sie schnell. Sina schloß die Augen und grinste. Sie öffnete sie Augen und blickte zu ihm hinunter mit einer alles erfüllenden Wärme. "Vertrau mir" sagte sie zu ihm. Es kam ihm vor wie eine Ewigkeit, die er sie anblickte und respektabel verduzt war, von ihrer Wärme.
Der Eiszwerg hatte sich inzwischen wieder gefangen und scheumte vor Wut und inneren Hass.
Alle drei hatten ihren Blick fest auf ihren Feind gerichtet. Der Eiszwerg hatte sie definitiv unterschätzt und absorbierte schlagartig alle Kälte um ihn, die ihn nun wie eine schreckliche Aura umgab. Seine hasserfüllten Augen leuchteten wie der Winter selbst und so begann er zusammen mit seinem Hammer, der kräftig wuchs anzugreifen. Schreiend stürmte er vorran. Rocky und Sina sprangen intuitiv zurück und machten sich ebenfalls bereits dessen Angriff zu kontern.
Der Eiszwerg wollte kräftig mit seinem Hammer auf Rocky zuschlagen, doch Ari entsandte aus ihrem Körper einen kleinen, kräftigen Lichtstrahl, der dem Eiszwerg am Waffenarm traf und seinen Hammer Meterweit fortschleuderte.
"Verfluchte.... ich werde jeden einzelnen von euch zerquetschen!!!!!!!" schrie er auf und wollte mit seinen Fäusten nach Rocky greifen, der agil auswich und Platz machte, damit Sina in angreifen konnte, wenn gleich er auch nicht wusste, was diese vorhabe.
Sina formte mit ihren Fingern ein Herz, welches gegend en Eiszwerg gerichtete war. Rote Energie umhüllte langsam ihre Finger und es schein als würde sie dann ein flammendes Herz darstellen.
Der Eiszwerg schien dies nicht mal zu bemerken, da seine Aufmerksamkeit völlig Rocky galt, den er immer noch nicht zu fassen kriegte.
"Feuermagie: Flammende Herzchen" sagte Sina grinsend auf und das flammend eHerz, was sie zeigte schoss hunderte von winzig kleinen brennenden Herzchen los.
"Waas???" fragte der Eiszwerg, der wenn auch zu spät Sinas Magie nun spürte und dessen Augen weit aufgerissen wurden. All die kleinen flammenden Herzchen trafen ihn und er schrie vor starken Schmerzen laut auf.
Er begann zu brennen. Nein. Eigentlich war es seine angesammelte eiskalte Aura die verbrannte und ihm schwächte. Er fiel auf die Knie und das Feuer hatte seine Aura völlig verbrannt und aufgelöst. Sina hustete vor erschöpfung und hielt sich den Bauch.
"Es ist vorbei!!!!" schrie Rocky, der wie auch Ari seine Energie angesammelt hatte.
Ari und Rocky schoßen gleichzeitig riesige Energiekugeln ab, die mit voller kraft den Eiszwerg trafen und eine riesige Energieexplosion erzeugten.
"NEEEEINNNN!!!!!!" schrie der Zwerg mit aller Kraft auf.
Sina rappelte sich auf. Der Eiszwerg knie am Boden. Sein Körper löste sich nach und nach auf in winzige Energieteilchen. Seine Augen waren weit aufgerissen und man konnte es ihm ansehen, dass er es nicht wahrhaben wollte, dass er verloren hatte.
Kurz bevor er vollkommen entschwunden war, schrie er mit letzter Kraft: "Verflucht seine diese verkommene Welt!".
"Nicht die Welt ist verkommen... sondern dein Hass" murmelte Rocky der kraftlosauf die Knie sank. Der Eiszwerg war Tod. Besiegt.
Die kalten Winde hörten auf zu wehen, der gefrorene Boden wurde wieder normal und die dunkle Kälte kehrte zurück ins Reich der Eiszwerge.
Sie saßen alle nun dort. Erschöpft und doch mit einem grinsen im Gesicht. Sie hatten es tatsächlich geschafft. Sie haben wunderbar zusammengehalten.
"Zusammen könnt ihr alles schaffen" sprach eine sanfte Stimme, die niemand hörte und doch im Herzen vernahm...................

Teil 10 - Die unheilvolle Kälte!

Sie waren endlich aus dem Wald hinaus und schritten gemütlich den leicht windigen Pfad der übigen Wiesenlandschaft entlang. Hier und da flog ein Vogel über Sinas Kopf hinweg und die eine und andere Pflanze kreuzte ihrem Blick.
"Meine Güte, war das vielleicht ein großer Wald" stöhnte Sina zeitlich verspätet in die Runde.
"Der war doch nicht groß!!! Da gibt es aber noch ganz andere Monster von Wäldern auf dieser Welt" prallte Rocky zu ihr hoch, während er seine Mütze richtete.
Ari folgte schweigend. Sie spüren es nicht, dachte sie sich und versuchte zu verinnerlichen, was in der Ferne auf sie zukäme. Sie hatte zumindest gehofft, dass Rocky mit seinen 200 Jahren genug Gespür hätte um das drohende Unheil zu erfühlen, aber nachdem sie sicher war, dass dem nicht so war, versank sie in Gedanken möglicher Szenarien des Schutzes.
Sina hüfte verspielt auf dem Weg herum und niemanden schien diese kindliche Ader zu stören.
Urplötzlich blieb Sina stehen. Sie griff sich eifrig vor die Brust, als würde sie etwas im Herzen spüren.
Rocky der an diesem Tage wohl deutlich unaufmerksamer war, stieß volle Kanne gegen Sinas Fuß.
"Autsch!! Was soll das denn schon wieder?" fragte Rocky leicht entzürnt.
Sina antwortete nicht. Die Wahrheit war, dass sie Rocky nicht einmal bemerkte oder hörte. Eine Aura wie der Winter drang in sie ein. Es war, als lähmte diese sie in gewisserweise. Rocky rieb sich die Stirn und verstand immer noch nicht wieso Sina nicht antwortete.
"Es kommt...." sprach Ari, die schützend Platz nahm auf Sinas linker Schulter.
Sina schrie kurz auf, als hätte man sie mit einer Nadel gestochen! Rocky ließ seinen Blick von Sina fallen und bemerkte schließlich auch, dass etwas unheilvolles zu ihnen kam.
In der Ferne kam rasend schnell eine unheilvolle bösartige und vor allem kalte Energie.
Alles wurde nach und nach in Eus eingefroren. Vögel fielen zu Tode gefroren von Himmel, das Gras der üppigen Wiesenlandschaft verwandelte sich in ein Reich der Eisnadeln und nicht weit entfernt war eine Gestalt zu sehen.
Um sie war alles bläulich-weiß und zu Eis und Schnee erstarrt. Ein bedrückendes Gefühl erdrückte die drei zusehens.
Dann stand die Gestalt fast vor ihnen.
Mit hasserfüllten kalten Blick schaute es sie an. Nein. Das stimmt nicht. Es schaute Sina an - nur Sina.
Es war ein Zwerg. kein gewöhnlicher Zwerg. Es war einer der vor 1000 Jahren verbannten hasserfüllten zerstörerischen Eiszwerge. Rocky krallte sich an Sina fest, die selbst vor Angst erzitterte.
Die Zwergengestalt ziegte mit dem Finger auf Sina und brüllte: "Habe ich dich gefunden. Nachfahren-Göre der Goldhexe!!! Jetzt wirst du dafür bezahlen was deine Ahnin meinem Volk antat".
Die Gestalt schrie furchtbar auf und dunkle eisige Winde zogen los um Sina anzugreifen. "STIRB!!!!!!!!!!!!" schrie die Gestalt und die dunklen Winde wurden zu riesigen spitzen Eiszapfen die direkt auf Sina zuflogen......................



Teil 9 - Sinas erstes Krafttier!

Nach Stunden der Wanderung durch den Wald machten sie an einer kleinen ruhigen Lichtung halt für eine genüßliche Pause. Ari, die bis jetzt noch nie so weit außerhalb ihres Hortes war, ergründete neugierig die ihr unbekannten Pflanzen, die sich an dieser Lichtung befanden. Während Rocky aus seiner magischen Tasche Nahrung und Getränke hervorholte, bemerkte Sina einen einzelnen Fuchs, der ihr bereits kurz vor ihrer Begegnung mit Rocky auffiel, aber als unwichtig ignorierte. Rocky summte ein freudiges Liedchen beim zurechtslegen der Speisen zu einem gemütlichen Picknick.
Sina die immer mal wieder kurz zu Rocky blickte wunderte sich, wieviel doch in Rockys winzig kleiner Tasche passte und konnte es sich nur mit Magie erklären.
Sie schmunzelte. Ihr Blick fiel wieder auf den Fuchs, der seltsam, aber dennoch wachsam sie im Blick zu haben schien. Sie fühlte sich dadurch sehr beobachtet und selbst fragte sie sich, wieso der Fuchs sie so ernst beschattete.
Sina war so verwundert, dass sie nicht merkte, dass Ari neben sie eingetroffen war.
"Gibt es da etwas besonderes, Sina?" fragte Ari ungehemmt. Ohne eine körperliche Bewegung zu machen antwortete Sina: "Ein Fuchs".
Sie biss sich auf die Unterlippe. "Ich habe diesen Fuchs mehrmals schon gesehen. Ich glaube er verfolgt mich oder will mir etwas sagen" sagte Sina mit sehr vertiefter leiser Stimme.
"Werte Damen! Das Essen ist angerichtet" krakeelte Rocky zu den beiden, die dadurch vollkommen aus ihrem Konzept gebracht wurden. Beide machten sich auf den Weg zu Rocky.
"Hast du gehört? Wird sind werte Damen?" flüsterte Sina zu Ari und begann zu kichern.
"Als einziger Mann muss er sich halt Mühe geben" erwiderte Ari und machte einen Salto im Flug.
Rocky der bereits auf einer Stoffdecke Platz genommen hatte fragte sich, wieso die beiden kichern ankamen. Minuten vergingen und alle drei aßen und dranken genüßlich verzügliche Speisen und Getränke bis Sina auffiel, dass der Fuchs auf einem nahen Baumstamm aufrecht saß und zu ihr Blickte.
"Möchtest du wissen, was ein Fuchs als Krafttier bedeutet, Sina?" fragte Ari. "Sehr gerne. Vielleicht erklärt es mir, wieso er mich beobachtet" antwortete Sina.
"Man sagt, dass der Fuchs als Krafttier das Denken im Einklang mit dem eigenen Handeln positiv beeinflusst und helfen soll die richtigen Entscheidungen zu treffen. Außerdem soll ein Fuchs helfen Widersprüche in jeglicher Art rauszufinden. In einigen Kulturen so sagt man, hilft der Fuchs verirrten Wanderern wieder auf ihren Pfad zu kommen. Zukünftige Probleme sollen durch seine Gegenwart durch Klugheit und Geschicklichkeit überwunden werden" sprach Ari sehr weise.
Sina rieb sich die Nase.
Sie erinnerte sich, dass sie sich immer mal wieder verirrte, dann den Fuchs sah und seltsamerweise kurz danach den richtigen Weg wiederfand.
Sina lächelte. "So ist das also?! Mein Vater erzählte mir einst, dass Krafttiere eine zeitlang ins Leben kommen um uns zu führen. Komisch das ich noch nie darauf geachtet haben" sprach Sina ruhig. Also sie schließlich sich umschaute war der Fuchs verschwunden.
Neugierig suchte sie mit ihren Augen alles ab, aber der Fuchs war nicht mehr zu sehen.
"Wird nicht dein letztes Krafttier sein" sagte Rocky besserwisserisch und schmatzend.
Ein leichter Windstoss hebte sich unter Sinas Haaren. "Das hoffe ich" flüsterte sie während sie an ihren Vater dachte.......

Teil 8 - Die Legende der goldenen Magie!

Sina konnte nicht sprechen. Sie hatte zwar keine Schmerzen, doch fühlten sich ihre Gliedmaßen schrecklich überlastet an. Sie merkte zwar, dass dieses Gefühl, dass wie pure Kälte durch ihren Körper floß abklang, doch wollte sie sich selbst noch genügend ausruhen.
Das alles war selbst für sie immer noch sehr verwirrend. Sie schaute sich um. Sie sah viele der Elfen und Tiere, die notgedrungen versuchten alles wieder aufzubauen, was durch Sinas Magie nicht wiederhergestellt wurde.
Sie atmete schwerfällig. Ihr Blick fiel auf auf Rocky, der sich wohl sehr ernsthaft mit der rosanen Orb-Elfe unterhielt. Sie versuchte ein lächeln auf ihrem Gesicht zu zaubern, aber war zu erschöpft um überhaupt eine andere Miene aufzeigen zu können.
Rocky drehte sich zu ihr um und begann langsam zu ihr zukommen. Die kleine rosane Elfe flog ebenfalls im gleichen Tempo mit.
"Wie fühlst du dich?" fragte er Sina, als er endlich bei ihr ankam. "Es geht so" antwortete sie sehr mühselig und ohne besondere Emotion. "Mach dir keine Sorgen, kleine Hexe. Nach dem Einsatz von goldener Magie dauert es etwas, bis man wieder Putzmunter wandelt" sprach die Elfe, die ganz nah zu Sina herankam. Sina genoß die Nähe der Elfe.
"Kannst du dich denn an alles erinnern, Sina?" fragte Rocky, der sich seltsam durch den Bart streifte. Sina schüttelte sehr langsam den Kopf.
"Da war dieser Goblin. Und dann wurde alles schwarz und kalt. Ich sah ein Licht das mich fragte, ob ich euch sterben lassen wolle. Dann war alles ganz hell und dann träumte ich von meiner Großmutter. Das ist alles!"
Rocky schmunzelte vor sich hin. "Du weißt also gar nicht mehr wie du all die bösen Goblin mit deiner Magie weggestoßen hast, alle die verletzt waren heiltest und alles reperiert hast, was beschädigt war?" fragte die Elfe.
Sina schloss die Augen. "Nein" flüsterte sie. Aber gut dies zu hören, dachte sie.
Langsam öffnete sie wieder ihre Augen und richtete ihren Blick auf die Elfe. "Hast du einen Namen?" fragte Sina schwach und sehr leise die Elfe. "Ari. Die Bäume benannten mich Ari" erwiderte sie.
Sina wollte etwas sagen, brachte jedoch keinen Ton raus. Ari Ein wirklich schöner Name für eine Elfe, dachte sie. Sie wünschte sich jetzt lächeln zu können.
Kannst du uns mehr über diese... goldene Magie erzählen, Ari?" erfragte Rocky, der fest seinen Bart hielt.
"Allzuviel weiß ich darüber auch nicht, mein Freund. Wir Elfen in diesem Landespunkt haben eine Legende bezüglich einer Hexe, die einst lebte und einen gewaltigen Krieg mithilfe ihrer goldenen Magie beendete". sprach sie ruhig.
Sina konnte man die Neugier nicht ansehen, aber mehr wollte sie auf jeden Fall erfahren. Auch Rocky schien sehr interessiert zu sein.
"Wenn die Welt versinkt in Schwarzem Dunkel, die Hex erscheint mit hellen Gold.
Das Blut fließen tut in grausamen Bahne, ihr Licht wird reinigen all die Pfade.
Monster kommen und bringen volle Angst, die Hex wird vertreiben und leuchten wie der Stern.
Gerettet das Land wird sein von all dem Pein". sagte Ari auf. Rocky verzog eine Augenbraue. "Seltsame Legende. Einige Stellen passen ja gar nicht richtig zusammen" murmelte er unzufrieden.
Sina nahm die Legende in sich auf. Ein seltsames Gefühl war in ihr. "Seltsam im Vergleich zu heutigen Legenden, da muss ich dir wohl Recht geben. Doch diese Legende ist 15.000 Jahre alt" erwiderte Ari.
Jemand wird sich schon etwas dabei gedacht haben, auch wenn es seltsam klingt nach heutigen Auffassungen, dachte sich Rocky. "Kannst du mir das vielleicht in einer moderneren Auffassung erklären, Ari?" fragte Sina, die sich mühsam aufraffte um wieder gemütlicher zu sitzen.
Ari schien kurz zu überlegen. "Mmmh. Also ich könnte es ja versuchen! Die Legende meint, dass die Welt in der Dunkelheit versinkt. Dann erscheine eine Hexe umgeben von goldenen Licht. Überall wird es Blut geben durch die Kämpfe, doch die Hexe wird mit ihrer Magie alles reinigen. Bösartige Monster werden dann erscheinen und alle sin Angst versetzen. Die Hexe wird wie ein goldener Stern erstrahlen und alles Böse vertreiben und für Frieden sorgen!" sagte Ari Stück für Stück und schien deutlich erschöpft.
Rocky schein die modernere Auffassung zu gefallen, denn er klatschte mehrfach in die Hände. Sina zeigte kaum eine Reaktion dazu.
Rocky und Ari blicken Sina erwartend an. Wartend auf eine Aussage dazu. Sina schloss die Augen, stand mit einigen niederfällen auf und drehte sich vond en beiden weg. "Ich... ich möchte ein wenig alleine sein" sprach sie leise und ging Richtung See.
Rocky versuchte ihre Reaktion zu verstehen, fand jedoch nichts was ihm passend erschien. Sina stand am See. Ihre Kräfte kamen langsam zurück und es ging ihr von Minute zu Minute besser. Sie dachte über vieles nach.
Einzelne Blätter wehten im Wind vor ihr her und nach kurzer Zeit kam Ari zu ihr geflogen.
"Hast du Angst?" fragte sie Sina, die immer noch nachdenkend am See stand. Sina drehte sich zu Ari um. "Ich weiß nicht" antwortete sie. Ari ließ sich die Antwort zu Herzen gehen. "Ich möchte da gar nicht so viel drüber nachdenken. In letzter Zeit war ich zu oft in Gedanken versunken. Gut ist das nicht. Daher möchte ich meine Reise fortsetzen. Ich möchte noch so vieles sehen, begreifen, lernen, fühlen und tun" sprach Sina mit ruhiger Stimme.
Sie drehte sich um, blieb aber wartend stehen. "Ich bin froh, dass alles gut ausgegangen ist in diesen Städtchen" flüsterte sie. Ari antwortete nicht. Sie schien alles auf sich wirken zu lassen.
Sina ging mit leichten Schritten zu Rocky und ließ Ari an Ort und Stelle verbleiben.
"Wollen wir weitergehen? Ich möchte noch mehr sehen, was da draußen alles existiert" fragte Sina Rocky, der mit einem winzigen Metallkamm seinen gewaltigen Bart bändigte.
"Gehts dir auch wieder gut genug?" fragte er sie neugierig. "Ich fühle mich noch etwas lahm, aber das verschwindet mehr und mehr. Wir können weitergehen" sprach sie sehr ernst. Rocky bemerkte, dass Sina sich definitiv innelrich veränderte. Er hoffte, dass diese Ernsthaftigkeit nur kurzweilig sei und merkte an, dass ihnen Lebensmittel für die Rettung geschenkt worden waren, die er bereits in seiner Tasche lagerte, die komischerweise nicht größer wurde.
Die beiden erreichten die Stadtgrenze, wo Sina wild rumhüpfte und Abenteuer wir kommen rief. Rocky war innerlich beruhigt. Er hatte Angst, dass Sina ihre Kindlichkeit jetzt schon verlor, was in seinem Augen sehr traurig gewesen wäre, aber ihre fröhliche Aktion vertrieben seine Ängste da sehr schnell.
Gerade als sie noch weiter gehen wollten, erschien in der Ferne hinter ihnen Ari. "Waaaartteeeeet!!!" rief sie mit aller Kraft, die ihre Stimme hergeben konnte. Sowohl Sina als auch Rocky drehten sich um.
Ari brauchte etwas bis sie endlich bei den beiden ankam. "Ich möchte mitkommen!!!" sprach sie mit sehr ernsthafter Stimme. Rocky blickte Sina an, die Ari einen ernsten Gesichtsausdruck schenkte, der jedoch blitzartig in ein strahlendes lächeln umsprang.
"Jippie!!!!!" schrie Sina auf und sprangt wild in die Luft. Rocky packte sich an den Kopf und grinste. "Ungestüm... das ist unsere Sina!" flüsterte er belustigt.
"Dann sind wir jetzt schon drei und bald kommen wir zum nächsten Abenteuer" sprach Sina mit lauter Stimme, wild umher tänzelnd. Der frische Wind der durch die Bäume wehte erreichte sie und wünschte ihnen viel Glück und Spaß für ihre weiteren Abenteuer und so schritten sie vorran..............

Teil 7 - Erinnerungen!

"Wach auf, mein Schatz. Wach auf" rief eine freundliche Frauenstimme. Sina versuchte ihre Augen zu öffnen, aber dies fiel ihr schwer. Sie war einfach zu Müde und so begann sie langsam wieder zu döhsen.
"Sina Kind, jetzt wach endlich auf" ertönte von der Stimme erneut und mühselig rapelte sich Sina hoch. Mit ihren Händen rieb sie sich die Augen, die sie nun langsam wieder öffnete.
Sie stöhnte mürrisch, denn sie war noch deutlich spürbar müde. Ein angenehmer köstlicher Duft lag im Zimmer. Es war der liebreizende Duft von Pfannkuchen am Morgen. Sina blickte müde durch das Zimmer.
Sie lag in ihrem Bett. Sie war Zuhause. "Sina jetzt beeile dich doch" ertöne wieder die Stimme, die aus dem unteren Stockwerk zu kommen schien.
"Jahaaa!" erwiderte Sina mürrisch, stand aus dem Bett auf und zog sich ihr frisches sauberes Kleid an, was auf einem Holzstuhl direkt neben ihrem Bett lag. Sie streifte sich durchs Haar und langsam verschwand die Müdigkeit.
Mit lauten Schritten ging sie Richtung Treppe, wo sie unten angekommen, die Quelle der rufenden Stimme erkannte. Es war ihre Großmutter Maya, die wie nicht anders zu riechen leckere Pfannkuchen zubereitet hatte.
"Meine Güte. Da bist du ja Kindchen" meckerte ihre Großmutter mit doch liebevoller Note. Sina antwortete nicht, schritt weiter in den Essbereich und nahm auf einen der vielen Stühle am großen runden Tisch platz.
Ihre Großmutter lachte. "Ach Kind. Warst wieder die ganze Nacht am lesen, nicht wahr?" sprach ihre Großmutter fragend, einen großen Teller Pfannkuchen haltend. Sina stützte sich mit dem Elbogen am Tisch ab, der ihrem Arm die nötige Kraft zu geben schien ihren Kopf zu stützen.
"Ja" erwiderte Sina gelangweilt. Ihre Großmutter schritt heran, strich ihr sanft durchs Haar und stellte den Teller Pfannkuchen vor Sina hin.
"Du musst lernen, zu wissen, wann es auch für dich genug ist. Und nun iss, mein Kind. Damit du groß und stark wirst" sagte ihre Großmutter und kicherte altmodisch.
Sina begann zu essen. Die Pfannkuchen ihrer Großmutter waren immer schon die Besten gewesen!
Sie wusste, dass ihre Großmutter Recht hatte. Wie zu oft verbrachte sie damit die Tagebücher ihrer Mutter zu lesen. Meist sogar bis tief in die Nacht hinein. Ihre Mutter starb vor wenigen Jahren an einer seltsamen unheilbaren Krankheit und so waren die Tagebücher das einzige was ihr regelmäßig Erinnerungen zurückbrachten.
"SINAAAA!!!!" ertönte eine ihr vertraute Stimme. Sie blickte sich um, konnte aber niemanden entdecken. Auch ihre Großmutter schien nichts zu hören, denn diese goß friedlich die Blumen. Sina verspeiste einen weiteren Pfannkuchen.
Wie sehr sie es doch liebte. Das Haus war immer so schon warm, groß und gemütlich. Der zarte blumige Duft ihrer Großmutter lag immer in der Luft. Das Essen war immer das Beste.
"SINAAAA!! Komm zu DIIIIR" ertönte wieder. "Wer ruft den da?" fragte sie ihre Großmutter, die die Gießkanne nun wegstellte, sich zu ihr umdrehte und ein herzliches lächeln bereithielt.
"Mein Kind, du musst jetzt gehen" sagte sie sie zu Sina. Sina fühlte sich merkwürdig. Sie konnte damit überhaupt nichts anfangen. "Gehen???" fragte sie ängstlich. Wieder hörte sie hallend eien Stimme nach ihr rufen.
"Ja mein Kind. Deine Freunde warten auf dich!!!!" sagte ihre Großmutter. Alles wurde hell und verblaste. "Großmutter? Großmutter????" jammerte Sina, die aufsprang und zu ihrer Großmutter rennen wollte, doch alles wurde immer heller.
Schließlich öffnete sie ihre Augen.
Sie war an einem Baumstumpf gelehnt und Rocky und viele Orb-Elfen waren um sie. Sina blickte verwirrt um sich und erkannte wie froh doch alle waren, dass Sina zu sich kam.
Ihr ging es wieder gut und immer noch roch es für sie nach den Pfannkuchen ihrer Großmutter...............

Teil 6 - Sina heilige Kraft erwacht!

Der Atem blieb ihr weg und in ihren Augen spiegelte sich der große Goblin, der kraftvoll ausholte und nach Sina schlug. Es war als würde die Zeit extrem langsam laufen und Sina konnte ihren Herzschlag hören.
Ist meine Reise nun zuende? Werde ich sterben? Werden Rocky und die Elfen sterben? Fragen drangen wie Dornen in Sinas Geist ein und eine unheimliche Schwärze verbreitete sich vor ihren Augen die sie langsam schloss.
"Willst du zulassen, dass alle sterben, kleine Hexe?" fragte eine Frauenstimme in der Dunkelheit. Sina zeigte keine Reaktion. Alles war dunkel geworden, kälte verbreitete sich um sie.
"Sie werden sterben!" sagte die Stimme ernst.
Sina öffnete die Augen. Alles war Pechschwarz und kalt. Einzig ein kleines goldenes Lichtlein glimmte direkt vor ihr.
"Nein! Ich will nicht das sie sterben" antworte Sina, der Tränen übers Gesicht liefen.
"Ich will alle Beschützen. Ich will alle wiedersehen. Ich werde keine Angst haben" brüllte sie mit aller Kraft in die unentliche Dunkelheit um sie.
Sina begann plötzlich zu leuchten und das kleine goldene Flimmern vor ihr erstrahlte in einem angenehmen sich ausbreitenden goldenen Licht. "So sei es!!!" antworte das Licht.
Sina kam in der Realität zu sich.
Gerade als der Knüppel Sina erreichen sollte, erstrahlte aus Sina goldenes Licht, das den Knüppel in seine Einzelteile zersprengte. Winzige strahlende Lichtkugeln umgaben Sina, die mit weit geöffneten Augen einfach da stand. Der große Goblin bekam es mit der Angst zu tun und er wich wenige Meter zurück.
Rocky und viele der Elfen, sowie die meisten der angreifenden Goblin hörten auf zu kämpfen und richteten ihren Blick geradezu gezwungen auf Sina, deren Licht immer stärker wurde.
Sina begann leicht über den Boden zu schweben und wie von Zauberhand kontrolliert etwas in einer fremden magischen Sprache zu sprechen.
Sina schloss ihre Augen und alles Licht um sich sank in sie hinein. Leicht schwebte sie wieder zu Boden.
Der große Goblin sah dies als seine erneute Chance anzugreifen und so stürmte er auf Sina zu.
"SINAAA!" schrie Rocky auf und der Goblin holt zum Schlag aus. Doch bevor er sie erreichen konnte riss Sina ihre Augen auf, die golden glühten und sprach in einer seltsam hallenden Stimmlage: "Goldene Säule". In Zeitlosen Sekunden bildete sich eine Säule aus purem goldenen Licht um Sina, die seltsam fremdgesteuert erschien.
Der bösartige große Goblin schlug mit aller Kraft gegen diese goldene Säule und wurde durch einen magischen strahlenden Rückstoß Meterweit weggeschossen. Sina verband ihre Hände, geradezu als würde sie beten und ein magischer Kreis mit magischen Symbolen umhüllte kurz ihre beiden Hände und so begann sich die Säule um Sina rasend schnell auszubreiten.
Die Säule umfasste alle Elfen und heilte diese in sekundenschnelle und fügte allen Goblin schwere Verbrennungen zu, die ebenfalls weggestoßen wurden. Schließlich erreichte die Säule ihre maximale Reichweite, die die gesamte Elfenstadt einhüllte und jedes Feuer löschte, jeden Riss reperierte, jede Wunde heilte und schloss und jedes böse Wesen hinderte das hinein wollte.
Die Goblins bekamen es mit der Angst zu tun und sie flohen in Scharen davon. Der große Goblin schrie auf vor Schmerz als er zu Besinnung kam.
Er bemerkte, dass seine ganze Hand samt Arm verbrannt war vom heiligen Licht der Säule. So rannte auch er um sein restliches Leben.
Es wurde Still. Nur das energetische Klingen des Lichts der goldenen Säule konnte man vernehmen. Rocky war sprachlos und fand weder Worte noch Gedanken zu Sina unglaublicher Macht.
Niemals hätte er erwartet, dass so ein kleines Mädchen so gewaltige Macht in sich habe. Die Säule verlor schließlich ihr leuchten und teilte sich unzählbaren kleinen Lichtpunkten auf, die nach und nach verschwanden.
Sinas Augen schlossen sich zur hälfte und sie fiel nach vorne zu Boden. Wie ein Blitz rannte Rocky zu ihr hin und war deutlich erleichtert, als er sah, dass sie noch lebte und einfach nur erschöpft zusammenbrach. Auch die rosane Orb-Elfe schwebte zu Sina hin um sich deren Gesundheit anzunehmen. Sina hatte es geschafft.
In ihr musste etwas erwacht sein. Etwas was ihr die Kraft gab, alle Goblin hinwegzufegen. Sie schlief. Ein seliges Lächeln zeigte wie sehr es sie glücklich machte, ihre Freunde gerettet zu haben.......

Teil 5 - Die Stadt der Orb-Elfen!

Ein sanfter Wind wehte Sina durchs Haar und immer noch nicht konnte sie ihre Augen vom dem unglaublichen Anblick der vor ihr liegenden Stadt befreien.
Rocky hatte sich inzwischen wieder gefangen und obwohl er wusste welche Rasse die leuchtenden Wesen waren, so wusste er doch nicht, wie sie nun auf sie beide reagieren würden. Gut? Schlecht? Würden sie ihre Lichtmagie gegen sie einsetzen? Frage über Fragen spielten Tombola in seinem kleinem Kopf. Sina begann langsam einen Schritt nach dem nächsten zu wagen. Leuchtende Kugel mit winzigen Flügeln flogen über ihren Köpfen hin und her. Sie schienen fast gar nicht bemerkt worden zu sein, denn anhalten tat keines der Wesen.
Rocky folgte Sina und sprang dann gezielt an ihrem Umhang um sich wiedermals hoch zu ihrer Schulter zu hangeln.
Sina bemerkte Rocky nicht mal und ging weiter vorwärts in Richtung Zentrum.
"Warte Sina!!!" sagte Rocky mit kräftiger Stimme und Sina machte unverzüglich halt und bemerkte da an erst ihren kleinen Freund auf ihrer Schulter.
"Schau! Da kommt etwas zu uns geflogen" sagte er zu ihr mit festen Blick in die Ferne. Sina richtete ihren Blick suchend nach vorne.
Es dauerte etwas bis sie das rosane leuchten erkannte. Eine rosane Orb-Elfe flog sanft zu ihnen zu und zog hinter sich lange Bahnen mit rosanen und pinken Glitzer.
Sina war wie gebannt von der irdischen Schönheit des kommenden kleinen Wesens. Ihr Herz klopfte vor Aufregung schneller und so dauerte es nicht lange, da war das leuchtende Wesen auch schon bei ihnen.
"Waldgöttinnengrüße Fremde. Was führt Euch in unsere Stadt?" sprach es mit leiser, aber magisch liebevoller Stimme. Sina stand mit offenen Mund einfach da und konnte sich von der magischen Schönheit des Wesens nicht befreien.
"Wir kommen als Freunde. Wir sind auf der Durchreise und haben nichts übles vor" sagte Rocky mit höflichem Ausdruck und einem ehrwürdigen Verneigen.
"Was bist du?" fragte Sina neugierig und sehr hastig. Rocky zog eine ernste Miene wegen Sinas unverschämter Überheblichkeit. "Ich bitte vielmals um Verzeihung! Das Mädchen kennt sich noch nicht aus und ist mit den magischen Geflogenheiten nicht allzugut vertraut" sprach Rocky mit gesenkten Haupt.
Sina schaute zu Rocky und überlegte was die denn falsch gemacht habe.
"Ich bin nicht gekränkt. Unwissenheit ist die Materie die beim Wachstum zu Wissen wird. Aber es freut mich, dass ihr nichts dunkles im Sinn habt" erwiderte die Elfe mit sanfter fast mütterlicher Stimme. Rocky hob sein Haupt und ein dankbarer Ausdruck erfüllte sein Gesicht. "Hab ich was falsch gemacht?" fragte Sina ihren kleinen Freund vorsichtig.
"Neugier ist keine Sünde, kleine Hexe. Doch bedenke vorher um das nacher zu erkennen" sprach die Elfe zu Sina, die sie nun wunderlich anblickte.
Rocky schenkte einen kurzen Blick schräg hoch zu Sina und lächelte. Die Elfe schien genau dies zu sehen.
"Dann seit nun herzlichst Willkommen in Efeuheim, der Stadt der Orb-Elfen. Hüter der Natur, des Lichtpalastes und Quell allen Lichtes dieser magischen Welt. Folgt mir doch bitte und ich zeige Euch unsere zauberhafte Stadt" sprach die Elfe und flog in einem gemütlichen Tempo Richtung Stadt.
"Los, Los!!" krakeelte Rocky mit schaukelnden Beinen, die Sina nun wohl zur Besinnung kommen ließen.
Sina begann der Elfe zu folgen, hielt aber einen respektablen Abstand. Sie wollte nicht noch weitere Fehler machen und ihre Großmutter sagte immer so schön, dass man uralten magischen Wesen den nötigen Respekt geben solle.
Schließlich waren sie in der Stadt angekommen und waren ebenso fasziniert wie vorhin bereits. Silberweiße hochgeschoßene Häuschen mit verzierten Lochartigen Eingängen in den Wänden, aus denen immer wieder Elfen ein udn ausgingen, waren ein unglaublicher Anblick. Auch die verschiedenen Bäume und Pflanzen drumherum schmückten alles in einer Schönheit die Worte nicht ausdrücken könnten. Aber nicht nur Elfen schienen hier zu leben, auch Tiere wie Füchse, Bären und sogar Hirsche lebten in Harmonie zusammen. Sina bemerkte eine Art Markthaus.
Verschiedene Tiere brachte allerlei Futter und anderes Material und wiederum andere Tiere holten sich etwas zu fressen.
Es war für Sina ein winzigkleines Paradies und sie genoß es richtig, so einen Ort zu sehen, zu fühlen.
Während Rocky und die Elfe sich respektabel unterhielten, was Sina nicht mal mitbekam, überblickte sie die gesamte Stadt. Doch ein lautes Geräusch riss Sina und auch Rocky samt Elfe aus ihrem harmonischen tun.
Man konnte Tiere vor Schmerz brüllen hören und wie schwere Gegenstände gegen feste Objekte geschmissen wurden. Sina schaute besorgt in Richtung des Krachs und erschauderte beim Anblick der sich aggressiv vorstürmenden Goblins, die mit ihren Knüppeln Tiere die sich im Weg befanden verletzten.
Einige der Goblin schmissen Fackeln, die nahestehende Pflanzen und Gebäude in Brand setzten. Eine blau leuchtende Elfe versuchte zu fließen und wurde grausam in ein Schraubglas gefangen.
Überall war Feuer, Blut und angstvolle Schreie zu vernehmen. Sina schrie auf und fiel auf die Knie, hielt sich mit beiden Händen die Augen zu und begann zu zittern.
Ein gewaltiges Stampfen entriss sie dem und ängstlich schaute sie nach vorne. Ein großgewachsener Goblin hob seine dornige Keule und nahm Sina ins Ziel.
Sina riss vor Angst die Augen weit auf. Angstschweiß floß in wenigen Tropfen ihre Stirn und Wange hinunter.
Sie wusste nicht was sie nun tun sollte. Sie konnte sich vor Angst nicht bewegen.
Es war zu spät zum nachdenken. Der große Goblin stand direkt vor ihr. Seine kleinen spitzen Zähne funkelten und ein Windzug entsprang seinem Schlag, den seine Keule verursachte, als er grausam nach Sina ausholte.............


Teil 4 - Die Wasserstraße der Elfen!

Köstlich genährt stand Sina auf und streckte ihre Gliedmaßen, die noch etwas müde schienen. Rocky löschte mit der umliegenden Erde, das Lagerfeuer und zog sich vereinzelnd kleine Essensreste aus seinem üppigen braunen Bart.
Sina stöhnte leicht auf. Es war durchaus ein sehr leckeres Gericht gewesen, wenn sie auch nicht wusste, was genau sie da eigentlich aß, aber im Grunde beließ sie es dabei wohl genährt zu sein, denn sie vermochte sich nicht vorzustellen, was sie ansonsten essen konnte.
Was auf die Reise mitgenommen hatte sie diesbezüglich nicht, was selbst für sie sehr töricht war.
"Gehen wir jetzt weiter?" fragte Sina Rocky abenteuerlich. Rocky steckte sein winziges Kürschnermesser wieder ein und blickte zu ihr rüber.
Mit einem strahlen im Gesicht erwartete Sina eine ebenso abenteuerliche Antwort von ihm.
"Ja wir können jetzt gut gestärkt weitergehen" sagte Rocky euphorisch mit der Hand Sonnenschützend über den Augen haltend.
Er blickte sich um. Er wollte einen sicheren schönen Pfad durch den Wald finden für Sina, doch die rannte urplötzlich einfach los, was Rocky sichtlich sprachlos und erstaunt machte.
Kaum der Situation wieder gefaßt begann Rocky flott der kleinen Hexe zu folgen. "Hey! Jetzt warte doch auf mich!" krakeelte er in ihre Richtung.
Sina schien es nicht zu hören, denn sie rannte wie durch Magie angezogen einen unebenen Waldpfad entlang, der sehr tief in den Wald hinein zu führen schien.
"Hust! So ungestüm das junge Mädchen" fluchte Rocky netterweise beim hinterherrennen. Wusste sie, dass er nur sehr klein sei und erst Recht nur kleine Füße habe, fragte er sich. Minuten vergingen bis Rocky endlich Sina eingeholt hatte.
Sofort nahm er etwas schlimmes an, denn Sina stand wie eine Statue einfach da und zeigte keine einzige Reaktion.
Endlich bei ihr gänzlich angekommen, machte auch er große Augen.
Sie waren an einem sehr seltsamen Fluß angekommen. Wilde Bäume wuchsen von einer Seite im Bogen über die andere Seite, nicht wie Bäume, eher wie natürliche Dächer oder Brücken. Sowas habe selbst er noch nicht gesehen.
Beide standen sie einfach da. Regungslos, mit offenen Mündern, großen Augen und unglaublich fasziniert von diesem natürlichen Gebilde.
"Wunderschön" flüsterte Sina. Rocky bekam kein Wort raus. Er hatte schon vieles gesehen, aber so tief im Wald war er nun auch noch nicht gewesen.
Er wurde schlagartig von Sina aus dem erstaunen gerissen. "Du Rocky, was sind denn das da für Dinger?" fragte sie ihn neugierig mit dem Zeigefinger auf eines dieser leuchtenden Kugellichter mit Flügelchen ziegend, die die ganze Zeit umherflogen.
Dann erst bemerkte Rocky die leuchtenden Wesen selbst. Ähnliche Wesen hatte er vor langer Zeit schon mal gsehen.
"Orb-Elfen" flüsterte Rocky sehr leise. Sina blickte zu ihm hinunter. Zum Glück hatte sie ein gutes Gehör und war von dem Namen dieser Wesen zeitgleich ihres hörens erstaunt und in eine glückliche faszinierende Trance versetzt.
Während Sina mal wieder in Gedanken und Fantasien versank, bemerkte Rocky, dass diese Orb-Elfen allesamt dem Fluß folgten. Er fragte sich selbst wohin der Fluß wohl führen möge.
Untypisch früh kam Sina wieder zu sich.
Gegen ihr gerade entsprungendes Gefühl konnte sie sich nicht wehren. Sie wollte diesen Wesen folgen, sie kennenlernen und rannte einfach los, dem Fluß folgend mit Blick auf alle vorbei fliegenden Orb-Elfen.
Wieder musste der arme Rocky der Sina hinterher rennen. "Ungestüm... einfach nur ungestüm" hustete er in Worten beim rennen.
Sie rannte eine ganze Weile bis sie schließlich am Ende des Flußes ankamen. Es war die tiefste Stelle des Waldes, der zu einem kleinen See führte, der aber wie nicht anders zu erwarten, etwas viel schöneres als Prämie bot als gedacht.
Sina blieb stehen und musste erstmal verschnauben. Rocky kam kurze Zeit später keuchend angeraßt mit einem Ich-hasse-es-zu-renne-Blick.
Er war fix und fertig und fiel erschöpft zu Boden, direkt auf den Rücken und nach Luft schnappend. "Röchel. Das.. kanst du.. echt nicht.... mit mir machen.. Sina!!!" sagte er mit der wenigen Luft die seine kleinen Lungen erhielten.
Sina hustete und fing an zu kichern. Sie machte es nicht mit absicht, aber sie fand es lustig, dass beide nun so kaputt waren vom rennen.
Sina richtete ihren Kopf auf und blickte aufs Zentrum beim See und staunte nicht schlecht bei dem was sie erblickte.
"R..ock..y" flüsterte sie halb sprachlos.
Rocky nahm all seine Kraft zusammen und wollte einen Blick wagen und konnte vor erstaunen nur noch die Augen aufreißen.
Beide fühlten sich als würde in diesem Augenblick die Zeit stehen bleiben.
Ihr Blick war ins Zentrum des Sees gerichtet. Dort war es bezaubernd, faszinierend und einfach nur magisch. Eine ganze kleine Stadt voller Orb-Elfen, die friedvoll ihre Bahnen flogen.
Sina und ihr kleiner Freund waren bemerkt worden und so gleitete sanft eines der leuchtenden Kugeln auf sie zu...........

Teil 3 - Die Nacht im Wald!

Die Sonne war untergegangen und Sina fröstelte es ein wenig. Noch immer schmeichelte ein frischer Wind ihre Wangen. Rocky saß schon seit Stunden nicht mehr auf Sinas Schulter, sondern marschierte eifrig neben sie.
"Mir ist kalt" murmelte Sina bedeutungslos an sich selbst, auch wenn dies ihr in keinsterweise half. Rocky schaute beim gehen zu ihr hoch, zeigte jedoch mit ernster Miene keinen Grund darauf zu antworten.
Ihm war auch kalt. Die Nacht hatte es nun einmal so inne, dass es kälter werde. Nach einer Weile bemerkte er, dass Sina begann immerzu häufiger zu stolpern. Vermutlich aus Erschöpfung und Müdigkeit. Er dachte nach. Eigentlich wäre es wirklich besser weiterzugehen, dachte er sich. Je schneller sie aus den Wald raus waren, desto besser. Schnell war ihm aber klar, dass Sina einfach nicht mehr konnte.
Verständlich, dass man einem kleinem Mädchen nicht so einen langen ausdauernden Marsch zumuten könne.
Warte!!! Hier machen wir Pause" sprach er mit lauter Stimme zu Sina, die erschöft nur mit dem Kopf nickte und stehen blieb um sorgfältig auszuatmen.
Während Rocky sich umsah, nach einem geeigneten Platz für die Nacht, fiel Sina auf die Knie und stöhnte vor Erschöpfung. "Puh. Man bin ich geschafft" posaunte sie schwerfällig und schloss beide Augen. Rocky kam zu ihr hin, blickte sie kurze Zeit an und drehte sich wieder um.
"Ja hier ist ein guter Platz zum ausruhen" flüsterte er. Sina bemerkte es nicht einmal. Sie war auf Kniehen eingeschlafen und atmete leise vor sich hin.
Rocky grinste. Wie leichtsinnig die Menschen doch schlafen, wo jederzeit etwas Böses kommen kann, dachte er sich. Aber er machte Sina keine Vorwürfe. Wie könne er, ein Erdbuddelkobold von 200 Jahren einem kleinen Kind Vorwürfe machen?
Sina träumte von ihrer Großmutter, die in einem ihr unbekannten Haus selbst Marmelade herstellte und in Gläsern füllte. Ein angenehmer Duft umhüllte die Situation im Traum, den Sina unentlich genoß.
Ein Knacken erregte Rockys Aufmerksamkeit. Es war kein Geräusch was ein Tier machen würde. Seine Sinne schalteten sich wie durch Zauberei auf Gefahr und mit scharfen Block und noch schärferen Ohren versuchte er das zu bestimmen, was das Geräusch von sich gab.
Vor vielen Jahrzehnten hörte er das Geräusch schon mal, aber er konnte sich einfach nicht erinnern woran.
Das nahe Gebüsch fing an zu rascheln, denn etwas kam zu ihnen und schnell entdeckte er, was genau schließlich erschien. Es war ein zackiger Baumwolf.
Mit leuchtend grünen Augen blickte er erst die schlafende Sina und dann den kleinen Rocky hungrig an, während seine Zähne sich mit Speichel tropfend umhüllten.
Ohne Zweifel wollte diese Bestie, die keineswegs ein normaler Wolf war beide fressen. Sein erfahrenes Auge zeigte Rocky sofort, dass dieser Wolf schon lange nichts mehr gegessen hatte und jedwaigige Kominikation vergebens wäre.
Der Wolf knurrte und fletschte mit den Zähnen, während seine Augen wie pures Gift erstrahlten.
Rocky jedoch blieb absolut ruhig. Nicht die geringste Spur Angst war ihn ihm vorhanden. Väterlich schaute er zügich zu Sina, die schlafend nichts mitbekam und wie eine friedvolle Blume auf einer windigen Weide bestand.
Wie gut das sie schläft, dachte er sich. Er wollte wirklich nicht, dass Sina jetzt schon etwas so grauenhaftes mitansah. Nein. Bereit war sie dafür sicherlich noch nicht.
Urplötzlich schnellte der Wolf los. Mit einer furchtbaren Geschwindigkeit biss er nach dem kleinen Kobold und konnte tatsächlich etwas zu beißen kriegen.
Noch bevor der Wolf wirklich bemerkte ob er den Kobold wirklich erwischt hatte, schmeckte er einen geradezu wiederlichen Geschmack im Maul.
Sofort spuckte er das aus, was ihr im Maul hatte. Zu seinem eigenen Verwundern, waren es ein Haufen Blätter und nicht Rocky. Der Wolf spuckte weiterhin, weil er einfach den Geschmack nicht aus dem Maul bekam, was ihm deutlich missfiel. Hinter ihm tauchte wie aus dem Nichts Rocky auf.
Dieses Mal jedoch mit bösem Block, der wie ein Schwert auf den Wolf gerichtet war. Der Wolf drehte sich um.
Doch bevor er etwas machen konnte bemerkte er verstörend, dass Rockys Hand magisch in Grün und Brauntönen leuchtete. Der Wolf war wie gelähmt. Es war wohl das erste Mal, dass er Magie in dieser Form sah. Rockys böser Blick beschwichtigte sich rasch und ein Ausdruck der Gleichgültigkeit trat an seiner Stelle zum Vorschein.
"Erdmagie: Efeufesseln" sagte Rocky und ballte seine leuchtende Hand, dessen leuchten schlagartig verschwand. Die Erde um den Wolf bewegte sich und der Wolf reagierte äußerst verwirrt darauf. Er verstand, dass er hier nicht fündig werde und versuchte schlagartig sich umzudrehen um zu flüchten, doch mehrere Stränge Efeu wucherten mit enormer Schnelligkeit aus dem Boden, umranken den Wolf und fesselten ihn qualvoll. Der Wolf fiel zu Boden. Die Ranken des Efeus ließen nur seine Schauze frei, die schleimend schnaupte.
Rocky ging langsam auf den Wolf zu, während er aus eine seiner Taschen ein winziges Kürschnermesser hervorholte. Er blieb vor dem qualvoll gefesselten Wolf stehen, der sich nicht mehr bewegen konnte und weiterhin schnaupte. Rockys Messer blitze im dunkeln auf bevor es in den Wolf eindrang.
Sina wurde von einem leckeren Duft geweckt und öffnete mühselig die Augen.
Es war früher Morgen. Ein typischer Morgenwalfgeruch schwirrte um sich, aber auch ein sehr köstlicher Duft streichelte ihren Geruchssinn. Sina erhob sich aus ihrer liegenden Position, die sie nicht mal bemerkte. Sie erinnerte sich nur, dass sie auf knien einschlief. Verwundert richtete sich sich in eine Sitzposition und schaute sich um.
Nahe bei ihr war ein Lagerfeuer entzündet worden und etwas fleischiges wurde über ihm zubereitet. Sie wischte sich mit ihren Händen durchs Gesicht, rieb ihre Augen und bemerkte schließlich ihren kleinen Freund Rocky, der das Gericht zubereitete, was sie so ungehemmt roch.
"Guten Morgen" sagte Rocky und blickte lächelt zu Sina, die gleiches, wenn auch langsam erwiderte.
Sie wollten ihn eigentlich fragen, woher das Fleisch käme, warum überall zerrissene Efeuranken liegen, aber sie wurde aufgehalten von einem mächtigen Magenknurren ihrerseits.
Rocky begannt laut zu lachen, schnitt mit seinem Messer ein selbst für ihn zu großes Stück Fleisch ab, was über dem Feuer erhitzte und brachte es Sina, die es dankend annahm und sofort herzhaft verzerte.
Auch Rocky schnitt sich immer wieder kleine Teile für ihn passend ab und aß genüsslich. Seine Augen kreisten langsam in einer Runde ihres Platzes.
Er stellte sich darauf ein, sich eien Antwort auszudenken, da sie sicherlich fragen werde woher das Fleisch stamme. Rocky grinste beim essen. Nein. Noch nicht, dachte er sich, schenke Sina einen Blick, den sie erwiderte und zwingerte ihr liebevoll zu..........

Teil 2 - Mein Freund der Kobold!

Langsam schlich sich die Dämmerung ein und Sina hielt immer noch ihren neuen kleinen Koboldfreund in beiden Händen. Langsam, innerlich zwischen weinen und lachen, betrachtete sie den kleinen Kobold ganz genau.
Natürlich war es nicht der erste Kobold den sie sah, aber unter all den vielen Koboldarten, sah sie noch nie einen echten Erdbuddelkobold.
Diese waren sehr selten und lobten meist eremitisch in kleinen Erdhäusern. Nur zur Paarungszeit trafen sich Männlein und Weiblein an bestimmten Waldstellen. Die bloße Vorstellung daran versetzte Sina in einen merkwürdigen Zustand. Vielleicht war sie auch einfach noch zu Jung für so ein reifes Thema wie die Paarung von Lebewesen.
Sina dachte nach was sie alles wisse über Kobolde, wurde aber schlagartig unterbrochen.
"Wie heißt du?" fragte der kleine Kobold mit fipsiger Stimme. Sina Antwortete nicht und blickte ihren kleinen Freund nur fragend an. Der kleine Kobold runzelte die Stirn und man konnte es ihm deutlich ansehen, dass er sich selbst fragte, ob sie seine Sprache überhaupt sprach.
"Verstehst du was ich sage?" fragte der Kobold vorsichtig mit hoffnungsvollem Blick gegenüber Sina. Sina kam zu sich und begriff, dass sie wieder einmal neben der Spur war und völlig in Gedanken versunken nichts mitbekam. "Ja ich verstehe dich kleiner Kobold" erwiderte Sina mit liebevoller Stimme. Der Kobold lächelte und Sina freute sich, dass sie ihn verstehen konnte, wie er sie.
"Nun denn kleine Lady. Wie heißt ihr denn nun" fragte der Kobold sie mit humoristischer Stimmwirkung. Sina fing an leise zu kichern und ungewöhnlich für ihr Alter leicht rot im Gesicht zu werden. Kleine Lady hatte er sie genannt. Sina fühlte sich das erste Mal in ihrem jungen Leben geschmeichelt.
"Ich heiße Sina! Nennt ihr mir auch euren Namen, werter Kobold?" antwortete sie rasch um ihm nicht kundig werden zu lassen, dass sie doch rot wurde.
Der Kobold sprang mehrmals hoch, bevor er schließlich antwortete: "Rocky. Mein Name ist Rocky. Herrscher der Erdhöhlen, Meister des Buddelns, König der Erdwurzeln und Abgesandter der Ameisen".
Sina blickte ihn fassungslos an. Man konnte ihr deutlich ansehen, dass die Titel die Rocky so umgehemmmt aussagte zu viel des Guten waren für sie. Rocky fing laut an zu lachen.
"War doch nur ein Scherz" sprach er ungehemmt mit lautem lachen und wildem getanze auf Sinas Händen.
Sina begann zu lachen. Sie wusste nicht was es war, aber dieser kleine Geselle machte sie sehr glücklich und lustig war er ebenso. Doch urprlötzlich erlosch Sinas lachen.
Wie könne sie lachen, während sie vor kurzem noch auf den kleinen Gesellen trat?
Rocky bemerkte, dass Sina wieder an diesen Vorfall dachte. "Denk nicht mehr daran Lady Sina. Mir gehts sehr gut". sagte er mit festerer Stimme zu ihr. Sina erschrack sofort.
Sie wusste selbst nicht wieso sie immer wieder so emotional reagierte. Großartig was dagegen machen konnte sie nicht, was ihr unbehagen bereitete.
"Freut mich, dass es dir gut geht Rocky. Bitte nenn mich aber nicht Lady Sina. Ich bin keine Oma oder Goldgeborene" flüsterte sie leise zu ihm.
Sina setzte Rocky langsam zurück zu Boden und dieser hüfte spaßig von ihren Händen ab.
"Wohin wolltest du eigentlich Sina?" fragte er sie. Sina überlegte kurze Zeit. "Ich weiß nicht. Meine Eltern und Freunde sind alle gestorben. Nun reise ich einfach so durch die Welt" antwortete sie leicht abgelenkt.
Sie wusste nicht wohin ihre Reise sie führen sollte. Sie hatte auch kein wirkliches Ziel. Nicht mal die Gefahren bedachte sie. Ehrlich gesagt war es ihr wohl auch kindlich gesehen egal. "Aha!" schrie Rocky laut.
Sina machte große Augen. Sie hätte nicht gedacht, dass ein so kleiner Kobold so laut sein kann. Eine Frage brannte ihr auf den Lippen und nur schwermütig traute sie endlich zu fragen. "Möchtest du mich vielleicht begleiten, kleiner Freund?".
Rocky schloss die Augen und verschrenkte die Arme. Es war magisch zu sehen, wie dieses kleine Wesen überlegte. Sina war davon fasziniert. Wie gebannt durch uralte Magie. Rocky öffnete wieder seine Augen und blickte Sina sehr ernst an.
Sina schluckte, denn irgendwie missfiel ihr dieser ernste Blick doch sehr. Rockys ernste Miene änderte sich jedoch schlagartig. "Warum nicht?! Immer nur buddeln macht auch keinen Spaß" sprach er murmelnd vor sich hin.
Sina war sprachlos. Sie hätte jetzt mit einer völlig anderen Antwort gerechnet. Passend zum ernsten Ausdruck, doch das Ergebnis war völlig anders als erwartet. Es machte ihr wieder einmal bewusst, dass sie noch viel über das Leben und seine Bewohner zu lernen hatte. Und das wollte sie auch.
Sina lächelte.
Nun war sie zumindest nicht mehr alleine auf ihrer Reise durch die unglaubliche Hexenwelt. Rocky schwang sich greifend nach Sinas Linken Arm, wo er sich klettern und kraxelnd hoch bis zu ihrer Schulter brachte. Leicht erschöpft setzte er sich genüsslich auf ihre Schulter und hielt sich dabei mit beiden Händen an ihrer Kleidung fest.
Beide zeigten sich sehr zufrieden und ein warmes lächeln war von beiden zu sehen, während der frische Abendwind durch ihre Haare seine leichten Bahnen zog. Die Nacht sollte baldig anbrechen und so gingen sie los. Der Weg war noch unbehaglicher geworden, denn dieser führte tiefer ins Dickicht des Waldes.
Und so setzten sie erste Schritte in eine gemeinsame Reise.....

Teil 1 - Die Reise beginnt!

Es war ein sonniger, sehr ruhiger Tag. Sina beschritt gemütlich den alten Waldweg, der sich fast wie eine Schlange durch den Wald zog. Sie dachte darüber nach, wieso sie diese Reise angetreten ist. Es ist nun zwei ganze Monate her, als ihre Eltern an ihrer geheimnisvollen Krankheit starben. Ebenso der Großteil ihres gesamten Dorfes. Einzig Sina blieb folgedessen bei bester Gesundheit.
Sinas Gemüt verdüsterte sich zunehmend und ihre kindlichen Augen füllten sich mit Tränen in Erinnerung an ihre Eltern, an ihre Freunde. Sie alle starben einfach weg. "Wieso nur?" flüsterte sie leise. Sie versuchte auf eine Antwort zu warten beim gehen. Ein Windstoß, ein Tier oder irgendetwas, aber nichts. Sina erhielt keine Antwort und so beschritt sie weiter den leicht holprigen Waldweg.
Nach einer gefühlten Ewigkeit machte sie an einem alten Baumstumpf halt um zu rasten. Sie war weder erschöpft, noch taten ihr die Füße weh. Sie machte Pause, weil ihre Großmutter immer sagte, dass sie dennoch hin und wieder eine kleine Pause einlegen solle, damit sie die Natur genießen könne. Sina setzte sich sanft auf den mit moos bewachsenen Baumstumpf, hielt innerlich inne und schaute sich friedvoll um.
Es war ein bezaubernder Ort. Alles war so friedlich und mit üppiger Vegetation bewachsen. In der Nähe des Weges sah sie eine große Reihe mit Brennesseln.
"Schau mal Großmutter, da sind Brennesseln!" sagte sie aufgeregt und mit einem liebevollen sanften lächeln im Gesicht. Manchmal tat sie das so. Mit ihrer verstorbenen Großmutter sprechen, als wäre diese gegenwärtig nahe.
Sina stand auf, legte ihre Tasche auf den Baumstumof und ging gemütlich zu den Brennesseln.
Sie blieb kurz stehen und hockte sich dann vor den Pflanzen und mit einem überaus glücklichen Gesichtsausdruck beobachtete sie die einzelnen Pflanzen.
"Brennessel wirkt sehr gut bei Blasenentzündungen" sagte sie leicht oberschlau daher und erinnerte sich daran, wie ihre Großmutter oft einen Brennesseltee zubereitete für ihren Großvater, der nur allzuoft unter Problemen der Blase litt. "Jaja. Und Haare sollen damit auch wachsen, aber Großvater hat ja bewiesen, dass dies nicht bei jedem klappt" kicherte sie kindlich.
Sina stand wieder auf und ging zurück zu dem Baumstumpf und legte sich wieder ihre Tache um.
Geschwind ging sie zurück auf den Waldweg und ging ihn weiter. Ihre Gedanken kreisten magische Bahnen und es ging ihr sehr gut. Sie liebte es sehr in der Natur zu sein. Während des gehens griff sie an den Anhänger um ihren Hals.
Es war ein uralter Schörl. Ein mit Rissen und leichten Kerpen versehender Nachtschwarzer Halbedelstein, den sie vor Jahren von ihrem Vater bekam.
Ihr Vater sagte ihr immer, dass dieser Stein gegen böse Kräfte wirke und Schutz über sie bringe. Sie schaute sich den Stein wieder einmal genauer an.
Wirklich ansehlich war er nicht. Nicht so makelos und schön geschliffen, wie sie diese reichen Adligen in den großen Städten haben in den vielen mystischen Farben, aber im Grunde war auch das ihr egal.
Es war ein Geschenk und Andenken an ihren Vater und tatsächlich beschützte sie der Stein. Ein seltsames Geräusch riss sie aus ihren Gedanken.
Sina blieb erschrocken stehen und blickte fragend in alle Richtungen, aber keiner ihrer Blicke traf auf etwas, was erklären könnte, was dieses seltsame Geräusch war.
Dann jedoch bemerkte sie den Grund für das Geräusch. Völlig Gedanken versunken war sie auf einen Erdbuddelkobold getreten, der aus der Erde rausschaute und unfreiwillig mitten auf dem Waldweg vom Erdreich hochbeschritt. Sina hielt sich unverzüglich die Hand vor die Brust, Ihr Herz klopfte und Tränen gewannen in ihren Augen die Oberhand.
Sie war doch tatsächlich auf dieses arme kleine Geschöpf getreten, was nun bewusstlos in dem kleinen Loch lag. Sina schämte sich gewaltig. Sie konnte ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Das wollte sie wirklich nicht. "Es tut mir so Leid, kleiner Freund" wimmerte sie dramatisch und fiel bedrückt und verletzt auf die Knie. Ihre zarten Finger begannen zu zittern und ihre Sicht verschwamm vollends durch die Tränen.
"Das wollte ich wirklich nicht. Was soll ich denn nur jetzt machen?" jammerte sie weinend vor dem kleinen Kobold kniehend.
"Es lebt noch mein Schatz, alles Gut!" sagte eine Stimme. Sina erschrack sofort und schaute sich wild um. Wieder einmal entdeckte sie nichts. Auch am Boden und in den Bäumen war dieses mal nichts zu sehen.
Sina legte ihre Aufmerksamkeit wieder zurück auf den ohnmächtigen Kobold. Sie legte ihren Kof sanft auf den kleinen Koboldkörper um mit ihrem Ohr Lebenszeichen zu hören. Ein Herzschlag! Sina zuckte schnell hoch. "Ja er lebt noch" sagte sie beruhigt und nahm den kleinen Koboldkörper mit ihren beiden Händen auf.
Nicht unweit machte sie halt an einer großen Eiche. Sie setzte sich im Schneidersitz beim Baum hin, legte ihre Tasche neben sich und hielt den Kobold in beiden Händen. Sie erinnerte sich daran, was ihre Mutter immer über die visuelle Heilmagie sagte. Sina schloss die Augen und stellte sich vor, wie ihre goldene Energie in magischen kleinen Glitzersternen von ihrem Körper zu dem Kobold ging und diesen leuchtend umhüllte.
Stunden vergingen und wie durch ein Wunder wachte der Kobold in ihren Händen auf und hat nicht mal mehr eine einzige Schramme. Der Kobold stand auf und blockte Sina bewundernswert an. Sina erwiderte den Block mit freudvollen Tränen die ihre Wangen runterliefen, wie heilende Wasserfälle in den mystischen Gebirgen.
Dem kleinen Wesen ging es gut. Besser noch. Sina heilte ihn mit ihrer eigenen Kraft.
Der kleine Kobold lächelte sie an. Sie wusste sofort, dass er ihr nicht Böse war. Im Gegenteil. Sein Gesicht erstrahlte vor Glück sie zu sehen. Sina hatte wahrlich auf eine sehr eigensinnige Art einen neuen Freund gefunden......