Mittwoch, 20. April 2016

Teil 5 - Die Stadt der Orb-Elfen!

Ein sanfter Wind wehte Sina durchs Haar und immer noch nicht konnte sie ihre Augen vom dem unglaublichen Anblick der vor ihr liegenden Stadt befreien.
Rocky hatte sich inzwischen wieder gefangen und obwohl er wusste welche Rasse die leuchtenden Wesen waren, so wusste er doch nicht, wie sie nun auf sie beide reagieren würden. Gut? Schlecht? Würden sie ihre Lichtmagie gegen sie einsetzen? Frage über Fragen spielten Tombola in seinem kleinem Kopf. Sina begann langsam einen Schritt nach dem nächsten zu wagen. Leuchtende Kugel mit winzigen Flügeln flogen über ihren Köpfen hin und her. Sie schienen fast gar nicht bemerkt worden zu sein, denn anhalten tat keines der Wesen.
Rocky folgte Sina und sprang dann gezielt an ihrem Umhang um sich wiedermals hoch zu ihrer Schulter zu hangeln.
Sina bemerkte Rocky nicht mal und ging weiter vorwärts in Richtung Zentrum.
"Warte Sina!!!" sagte Rocky mit kräftiger Stimme und Sina machte unverzüglich halt und bemerkte da an erst ihren kleinen Freund auf ihrer Schulter.
"Schau! Da kommt etwas zu uns geflogen" sagte er zu ihr mit festen Blick in die Ferne. Sina richtete ihren Blick suchend nach vorne.
Es dauerte etwas bis sie das rosane leuchten erkannte. Eine rosane Orb-Elfe flog sanft zu ihnen zu und zog hinter sich lange Bahnen mit rosanen und pinken Glitzer.
Sina war wie gebannt von der irdischen Schönheit des kommenden kleinen Wesens. Ihr Herz klopfte vor Aufregung schneller und so dauerte es nicht lange, da war das leuchtende Wesen auch schon bei ihnen.
"Waldgöttinnengrüße Fremde. Was führt Euch in unsere Stadt?" sprach es mit leiser, aber magisch liebevoller Stimme. Sina stand mit offenen Mund einfach da und konnte sich von der magischen Schönheit des Wesens nicht befreien.
"Wir kommen als Freunde. Wir sind auf der Durchreise und haben nichts übles vor" sagte Rocky mit höflichem Ausdruck und einem ehrwürdigen Verneigen.
"Was bist du?" fragte Sina neugierig und sehr hastig. Rocky zog eine ernste Miene wegen Sinas unverschämter Überheblichkeit. "Ich bitte vielmals um Verzeihung! Das Mädchen kennt sich noch nicht aus und ist mit den magischen Geflogenheiten nicht allzugut vertraut" sprach Rocky mit gesenkten Haupt.
Sina schaute zu Rocky und überlegte was die denn falsch gemacht habe.
"Ich bin nicht gekränkt. Unwissenheit ist die Materie die beim Wachstum zu Wissen wird. Aber es freut mich, dass ihr nichts dunkles im Sinn habt" erwiderte die Elfe mit sanfter fast mütterlicher Stimme. Rocky hob sein Haupt und ein dankbarer Ausdruck erfüllte sein Gesicht. "Hab ich was falsch gemacht?" fragte Sina ihren kleinen Freund vorsichtig.
"Neugier ist keine Sünde, kleine Hexe. Doch bedenke vorher um das nacher zu erkennen" sprach die Elfe zu Sina, die sie nun wunderlich anblickte.
Rocky schenkte einen kurzen Blick schräg hoch zu Sina und lächelte. Die Elfe schien genau dies zu sehen.
"Dann seit nun herzlichst Willkommen in Efeuheim, der Stadt der Orb-Elfen. Hüter der Natur, des Lichtpalastes und Quell allen Lichtes dieser magischen Welt. Folgt mir doch bitte und ich zeige Euch unsere zauberhafte Stadt" sprach die Elfe und flog in einem gemütlichen Tempo Richtung Stadt.
"Los, Los!!" krakeelte Rocky mit schaukelnden Beinen, die Sina nun wohl zur Besinnung kommen ließen.
Sina begann der Elfe zu folgen, hielt aber einen respektablen Abstand. Sie wollte nicht noch weitere Fehler machen und ihre Großmutter sagte immer so schön, dass man uralten magischen Wesen den nötigen Respekt geben solle.
Schließlich waren sie in der Stadt angekommen und waren ebenso fasziniert wie vorhin bereits. Silberweiße hochgeschoßene Häuschen mit verzierten Lochartigen Eingängen in den Wänden, aus denen immer wieder Elfen ein udn ausgingen, waren ein unglaublicher Anblick. Auch die verschiedenen Bäume und Pflanzen drumherum schmückten alles in einer Schönheit die Worte nicht ausdrücken könnten. Aber nicht nur Elfen schienen hier zu leben, auch Tiere wie Füchse, Bären und sogar Hirsche lebten in Harmonie zusammen. Sina bemerkte eine Art Markthaus.
Verschiedene Tiere brachte allerlei Futter und anderes Material und wiederum andere Tiere holten sich etwas zu fressen.
Es war für Sina ein winzigkleines Paradies und sie genoß es richtig, so einen Ort zu sehen, zu fühlen.
Während Rocky und die Elfe sich respektabel unterhielten, was Sina nicht mal mitbekam, überblickte sie die gesamte Stadt. Doch ein lautes Geräusch riss Sina und auch Rocky samt Elfe aus ihrem harmonischen tun.
Man konnte Tiere vor Schmerz brüllen hören und wie schwere Gegenstände gegen feste Objekte geschmissen wurden. Sina schaute besorgt in Richtung des Krachs und erschauderte beim Anblick der sich aggressiv vorstürmenden Goblins, die mit ihren Knüppeln Tiere die sich im Weg befanden verletzten.
Einige der Goblin schmissen Fackeln, die nahestehende Pflanzen und Gebäude in Brand setzten. Eine blau leuchtende Elfe versuchte zu fließen und wurde grausam in ein Schraubglas gefangen.
Überall war Feuer, Blut und angstvolle Schreie zu vernehmen. Sina schrie auf und fiel auf die Knie, hielt sich mit beiden Händen die Augen zu und begann zu zittern.
Ein gewaltiges Stampfen entriss sie dem und ängstlich schaute sie nach vorne. Ein großgewachsener Goblin hob seine dornige Keule und nahm Sina ins Ziel.
Sina riss vor Angst die Augen weit auf. Angstschweiß floß in wenigen Tropfen ihre Stirn und Wange hinunter.
Sie wusste nicht was sie nun tun sollte. Sie konnte sich vor Angst nicht bewegen.
Es war zu spät zum nachdenken. Der große Goblin stand direkt vor ihr. Seine kleinen spitzen Zähne funkelten und ein Windzug entsprang seinem Schlag, den seine Keule verursachte, als er grausam nach Sina ausholte.............


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